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faul sind, nur englisch zu lernen, und in Ermanglung der Pferdebloß Hunden und Katzen die Schwänze stutzen, erscheinen so lächerlichals diese Thiere und auch mitunter ihre Pferde — anglisirte Deutsche! I
Die Stcckenrciter halten sich in der Mitte zwischen Humoristenund Narren und bilden sich, wie die Knaben auf ihren bnntcn Nürn-berger» ein, zu reiten, zu trottiren und zu galoppiren (denn Schrittreitet man nicht leicht mit Steckenpferde»), wenn sie gleich auf ihreneigenen Füßen sitzen. Die Zahl der Stcckenrciter ist so groß als dieder Liebhabereien, und wer diese Reiter nicht hinter sich her Haben will,muß sie reiten lassen. Es scheint, Adams Steckenpferd sei gewesen,den Dingen Namen zu geben, so wie der Eva der fatale Bäum unddie Schlange, was kraft der Erbsünde auf das Menschengeschlechtübergegangen ist. Im Mittelallcr war der römische Kaisertitcl eingewaltiges Steckenpferd der Großen, und Hoppe's Leviathan' nebendem Ritterwescn das des ganzen Adels; für den Nichtadcl war esKirche und Kutte. Unsere Zeit reitet auf Sternen und Orden, Titelnund Würden, drängt sich zu allem, was vornehm heißt, seit der großenkansss eoucüL ^ und nur hie und da knnrrt noch ein Diogenes inseiner Tonne. Der Held reitet sein Steckenpferd, wie der Dichter denPegasus. Alexander der Große hielt sich gar für einen Gott, ob ihmgleich der Schlaf und noch etwas selbst einige Zweifel gaben; undhätte Seine Majestät noch ein Dutzend andere Dinge beobachten wollen,so hätten Höchstsie wohl selbst sich zu sagen geruhen müssen: „Es istnicht richtig mit mir!" Und man wollte lachen über des Kalifen pur-purne Wachteln mit goldenem Sterne, die der Barmacide Giaffarfliegen ließ, und die nur angemalt waren? An Höfen und selbst inder Welt ist Sein weniger wichtig als Schein!
Ganz verschiedene Raccn sind die Steckenpferde der Großen unddes Adels, der Bürgerlichen — des Geschäftsmannes und des Ge-lehrten, des Soldaten, des Pfarrers, des Kaufmanns, Künstlers undHandwerksmanns — des Städters und Bauern, des Ehejochträgersund des Hagestolzen, des Krähwinklers und des Mannes von Welt,des Vielgcwanderten, der vielfach umhergeirrt, vieler Menschen Städtegesehen und Sitte gelernt hat. Herr von Rückenmark schlägt demLiebhaber die Hand seiner Tochter ab, weil ihm der Tonsinn fehle;dieser überreicht ihm sechs äußerst interessante Schädel für seine gal-
1 DaS Werk eines in der sogenannten NebcMon (nach 1648) ausgewanderten und nachder Restauration (1668) zurückgekehrten Noyalisten, worin die unumschränkle Monarchie al-die vernünftigste StaatSfvrm gepredigt wird. — 2 Frühzeitige Geburt — der Verfasser meintdie französische Revolution.