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Von dem Pflanzenleben der Kindheit sind kaum Erinnerungen ausdem dritten und vierten Jahre übrig; wo gar keine sind, ist es keingutes Zeichen. Meine älteste Erinnerung ist aus dem vierten Jahre,daß mir ein Schwesterchen Lebkuchen und Steckenpferd mitbrachte, undaus dem fünften, wo ein anderes Schwestcrlein sich wenig bei mirempfahl, denn ich mußte zum Mezgcr und die Metzelsuppe abbestellen.Man wird jetzt immer beweglicher, wie Bachstelzen, und die Kindcr-freuden werfen ein magisches Licht auf die spätesten Jahre; die Süßig-keit jeder Erinnerung scheint mit der Zeitferne zuzunehmen, und deralte Haydn setzte ein Kinderconcert von Kindertrommeln, Kindcrtrom-peten und Kinderpfeifen, und so macht es auch die Erinnerung, an-genehme und unangenehme. Jetzt, wo meine Zähne stumpf werdenund ausfallen, gedenke ich der werdenden, die mich so schmerzten, daßich sie Hütte blöcken mögen, wenn es angegangen wäre, namentlich demZahnbrechcr; von Haaren anf den Zähnen war keine Rede, und daßich Andern so gerne auf den Zahn fühle, mag daher kommen, daß mirein plumper Barbier so oft darauf fühlte. Erst wenn uns kein Zahnmehr wehe thut, sind wir allem Jammer aus den Zähnen gerissen,und allem Zahnpulver, Zahnbürstchen und Zahnstochern der Toilette.

Im Oriente des Lebens fragt man wie David nichts nach Him-mel und Erden; keine Leidenschaft, keine Sorge lähmt die Flügel derFreude; die Einbildungskraft flattert im Schimmer künftiger Wonneund keine Täuschungen trüben das Leben. Krankheit und Tod sindunbekannte Namen, und woher sollte man die Maxime der alten Rattehaben, die beim Anblick der wie todt und mit Mehl bestreut im Kellerliegenden Katze ausruft: „Mißtrauen ist die Mutter der Sicherheit"?Die Tage der Jugend sind wie die Gegenstände ihrer Wünsche,lachende Spielwcrke, das Farbcnspicl der Seifenblase; der Singsangder Wärterin vertrocknet die Thräne; die ganze Welt ruht im Noscn-duft eines schönen Morgens, und die ganze Zukunft ist eine Blnmcn-kctte von Freuden und Hoffnungen, von Scherzen und Genüssen, lauterRosen ohne Dornen — es ist eine glückliche Periode, wo alles Ver-gangene gestern, und alles Zukünftige morgen heißt. Und nun erstdie Phantasie mit ihren Idealen, wo Mädchen oder Jüngling obenansteht, sobald die Stinime sich schränkt, d. h. rauher, stärker und un-gleich wird, und der erste Flaum sich zeigt! Man lebt in einer selbstgeschaffenen Welt und daher im Paradiese.

Schon der bloße Name Vizlipuzli' kann die Lachorgane der Ju-« An von den Spaniern verdrehter Name des KriegSgotteS der mexikanischen Azteken,'