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gibt sich, und so gibt es sich denn auch mit honorigen Burschen, wennsie nach drei dnrchschwärintcn Jährchen in den traurigen Stand derKandidaten kommen, und in geradem Widerspruch mit diesem hellenNamen im schwarzen Kleide bei den Mäcencn ihre Kratzfüße machenund sich in Demuth zu irgend einem Aemtchcn empfehlen müssen. Diestolzen Wellen legen sich, aus dem Forte wird ein Piano, und derkühne Kavallerist ein bescheidener Infanterist oder gar Invalide; nndwar er gar ein Weltverbesserer, so kann er nichts Besseres thun, alsein Selbstbesserer werden, Lerxcs überschwemmte Griechenland miteiner Million Krieger, wollte selbst dem Meere Fesseln anlegen, schlichsich aber ganz stille nach Hause in einem Fischerkahn, und Julian,als er die Universität Athens verlassen und an Constantins Hofe dasSoldatenkleid gegen seinen Mantel nnd Philosophcnbart umtauschenmußte, stand ganz verblüfft zum Spott des Hofes und der Höflinge.Wohl dem, der im Alter mit Andacht und angenehmen Erinnerungensingen kann: Vivat aoaäoniial .
Wer indessen in diesen Jahren keine Thorheiten mitgemacht hat,wird selten Männcrthaten thun; das Leben will seine Zeit haben, unddie Jünglingsjahre sind der April, wo der Saft von allen Seiten ausdem Baume dringt, bei dem ja auch nicht alles zur Blüthe und Fruchtkommt. Was wird aus dem Kindlein werden? fragen Alle; aber dieHand des Herrn ist nicht mit Allen; die Weisheitszähne fallen nichtin die Zeit des Nasenblutens; deni Laudmann wird bange, wenn derSame zu frühe schießt; er banget vor Reifen, und so ist es auch besser,wenn die Weisheit erst in mannbaren Jahren kommt. Alles bat seineZeit. Es ist eme schöne Zeit, wo einem ein Obstbanm freundlicherlächelt, als eine ganze Kiste voll Dukaten, noch schöner aber die Zeitder Freunde und Geliebten, des Weines, Reitens und Tanzens, unddoch gibt es eine noch schönere — die Zeit der Geistes- und Hcrzcnsruhe,des eigentlichen Studircns nnd der Weisheit, und Weisheit kann ichmir nicht recht denken, wenn sie nach gesammelter Mcuschenkenntnißüber die Welt weint nnd nicht lieber lacht. Ich wundere mich nicht,daß die Wcltentdccker nach der Quelle der Jugend forschten; mir wärejetzt lieber, die Quelle der Vergessenheit zu kennen, Lethe, sie wäremein Gesundbrunnen.
Im achtzehnten Jahr hält man das Altwerdcn für unmöglich,wundert sich, wie man sechzig bis siebcnzig Jahre alt werden könne,und daher rührt manches, was im sechzigsten und siebenzigsteu Jahre