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XVI.

Die weibliche Jugend oder das Geschlecht

ist die menschliche Schmetterlingswelt, offenbar lachlustiger, als diemännliche, daher man auch weniger Temperamcntsvcrschicdcnhcitcnfindet; fast alle find Sanguinikcrinncn, oder haben, wie die Franzosensprechen, ckn tompöramont. ' Die Organisation des Weibes ist mehrznr Freude gestimmt; ihre Nerven find reizbarer und auch zahlreicher,ihre Phantasie lebendiger, sie durchlachcn die Zeit und das Leben.Offenbar hat sie die Natur zum Gegengewicht des männlichen Ernstesbestimmt, zum versüßenden Hausmittel, und schon die Ucberzahl männ-licher Geburten beweist, daß die Natur diesen einen wichtigern, wei-tcrn und gefährlichern Wirkungskreis bestimmt hat. Das Schöne,Liebliche, Sanfte ist dem weiblichen Geschlechte zu Theil geworden;es ist das Saftgrüne der Seele, worauf das Auge schon mit Ver-gnügen ruht, und wir sind glücklich, daß unsere Kinderjahre in weib-lichen Händen und sie unsere erste Wohnung sind. Gott schuf dasMädchen, der Mann machte erst die Frau daraus. Die Brittcnsprechen von birckrvitteck, was mir die Galanterie verbietet, ihnen zuverdeutschen, und ich überlasse solches ihren künftigen Männern.

Alles ist bei dem Geschlecht.feiner, kleiner, leichter, sanfter, runder,fleischigter und fetter, sogar das Steißbein ist bei ihm beweglicher,und die Muskeln des Zwerchfells stärker, daher können sie auch leichterund anhaltender tanzen und lachen, zumal auch ihr Gehirn leichterist als das männliche. Durch ihren kleinen Mund, ihre weißenPerlenschnüre und rothen Purpurrändcr geht das Starke nur schwach,das Bedeutende flach, das Ernste spielend und lachend, und man kannim Theater sehen, daß sie natürlicher lachen, als Männer. Hühner-eiern sieht man schon von außen an, ob ein Männchen oder Weibchendarinnen sitzt; diese sind rund, jene spitzig. Unser unsterblicher Geistund seine Stärke und Schwäche hängt gar sehr beim Manne von demab, was ihn zum Manne macht, und so auch beim Geschlecht vonGebärmutter, Eierstock und der Monatskrankheit, womit die Naturdas männliche verschont hat. Wer weiß, ob Elisabeths preiswürdige

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