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der sanfte Jesus auf Maria's Erinnerung: „Sie haben nicht Wein,"der eigenen Mama sagen konnte: „Weib, was hab' ich mit dir zuschaffen?" Das Weib ist körperlich schwächer als der Mann, das istihr Unglück. Nicht die Starken bedürfen des Arztes, sondern dieSchwachen, und so war der Mann in der Schwachen mächtig. Eiwasgalanter ist die Stelle (Deut. XXII.), wo die Dirne, die auf demFelde bcschlafen wird, frei ausgeht, weil das Gesetz annimmt, „daßsie schrie, und war Niemand, der ihr half," daher man jetzt hübschabgelegene Orte aufsucht. Indessen zeigt der Umßaud wieder die An-gerissene Ungleichheit, daß eine Wöchnerin, die ein Mädchen gebärt,zwei Wochen unrein und 66 Tage zu Hanse sein soll, während einemännliche Geburt sie nur 7 Tage unrein macht und nur 33 Tage zuHanse hält; ein Mannsbild wird geschätzt 60 Scckel Silbers, einWeibsbild nur 30 Scckel. Erzvater Jakob bleibt immer der galantesteHebräer, nicht weil er Rahel am Brunnen half (sie war schön undnoch nicht seine Frau), sondern weil er sieben Jahre nm sie diente,und da der Schwiegervater die ältere Lea ihm ins Bett praktizirte,noch einmal sieben Jahre nm Rahel! Rebecca war das Vorbild derWeibcrlisten; sie gab zwei Böcklein für Wildbret aus und legte sogarihre Felle nm ihres Jakobchcus Hände und Hals, damit ihn der blindeJsaak statt Esau's segne; Jakobchcn lernte wieder von der Mama,wie die bunten Stäbchen beweisen, die er in die Tränkrinne der SchafeLabans praktizirte. Solche Geschichtchcn, sprechen sie nicht wieder fürMoses, Salomo, Paulus? Recht ungalant jagte Israel alle fremdenDamen fort und die von ihnen geboren waren; desto galanter aberneigte Ahasvcrns seinen Scepter gegen die schöne Esther, da sie zwei-mal in reizende Ohnmacht fiel.
Unter Egyptcrn, Griechen und Römcrn standen die Sachen nichtbesser. Eghpterinncn durften nur mit bloßen Füßen ausgehen, damitsie desto lieber zu Hanse blieben, und doch lesen wir wieder von einerTochter Pharaos, die sich preisgeben mußte, nm die Quader zu einerPyramide zusammenzubringen, und von einem Pharao, dem das Orakelfür seine Blindheit den. Speichel eines ganz reinen Weibes verordnete;nach tausend vergeblichen Versuchen fand man endlich eine alte Bäuerin.Vater Homer leiert:
— Ein blühendes Weib ist der Kampfprcis,
Klug in incnschlichcr Kunst, und geschätzt — vier Rinder am Werthe.
Tclcmach sagt seiner Mutter: