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Bancrnmädchcn, und Weiberhcrzcn nur uapoleonischc Hcrzogthümcrseien, oder Bisthümcr in xnrtibno. ^ Eine gewisse Aehnlichkcit mögensie indessen mit Polypen haben, von denen viele Naturhistoriker auchnicht viel mehr wissen, als daß man sie in viele Stücke zerlegen kann,deren jedes dennoch sür sich lebt und als Ganzes gilt.

Aus dem Herzen fließen die anerkannten Tugenden der Weiber —Mitleid, Gntmüthigkeit und Kindesliebe, die wohl ein bischen Gehirnauswiegen. Pilatus Weib ließ ihrem Mann auf dem Richtcrstuhlewissen: „Habe du nichts zn schaffen mit diesem Gerechten, ich habe heuteviel erlitten im Traume um seinetwillen," und am Joliba sangen diewilden Weiber über Mungo Park: „Die Winde heulten, und derRegen fiel; der arme Weiße ist müde und matt unter seinem Baume,und hat keine Mutter, ihm Milch zu bringen, und kein Weib, seinKorn zu mahlen" — der Chor fiel ein: „Laßt uns den weißen Mannbeklagen; keine Mutter bringt ihm Milch, kein Weib mahlt ihm Korn;"so sangen die wilden Weiber, und so säugen vielleicht die zahmen auchzu ihrem Flügel; ob sie aber auch einem Neger unterm Baum Milchund Brod brächten in Europa? Der erste Ausruf meiner Jugendge-liebten, als sie mich nach vielen Jahren, gerade heimgekehrt von Reisen,wieder sah, war: „Ei, wie schwarz sind Sie geworden l"

Aus dem Fache weniger im Gehirn fließt die Lust an Kleinigkeitenund Zerstreuungen; gar Viele, kaum heimgekehrt, denken schon wiederan neue; und so sind sie selbst zerstreut im Hanse. Aus dem Facheweniger fließen die ewigen Mißverständnisse, die einen conscqueutenMann toll machen, wenn er nicht recht verliebt ist, folglich im Standeder Erniedrigung lebt. Hat ein hübsches Weib Verstand und ist nichtauch verliebt, so zwingt sie den tollsten Kerl zu ihrem Willen. Umwas ich sie so oft beneidet habe, ist der aus ihrem Kleinigkcitsgeistefließende Geist des Details, der sie oft kleine Umstände von Wichtig-keit bemerken läßt, und den Männer selten haben. Aus ihrer Zcr-strcnungssucht folgt die Veränderlichkeit, mit der sie oft einen Mannverlassen gegen einen andern, der ihm nicht das Wasser bietet, wieMaria Stnart den Nizzio, und die Maitressc des Marschalls vonSachsen, Chantilly, den Schauspieler Favart. Venus ist ein Planetund kein Fixstern, und wäre Maria Stnart weniger schön gewesen,Elisabeth stünde weniger grausam vor unsern Augen. In dieser Zer-streuung liegt auch der Grund, daß sie so gerne etwas fallen lassen,den Faden wie das Taschentuch, Kaffeetassen und Schüsseln, wie

i Die erst zu erobern sind.