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nnd Flachs ausgenommen, oder, da die wenigsten mehr spinnen, feinesganz fertiges Linnen. Mehr zum Empfangen als znm Geben erschaffen,sind sie mancher Ideen und Empfindungen, die des Mannes Kopfund Herz erfüllen, nicht so ganz fähig, nnd wenn weibliche Genieshierüber das Naschen rümpsen sollten, so erlaube ich mir, sie daraufaufmerksam zu machen, daß dadurch ihre Naschen noch kleiner nndunschöner werden. Ich längne nicht, daß mir nichts ekelhafter ist, alswenn ich Frauen entscheidend über ernste Männergeschäfte, die Vor-kenntniffe erfordern, sprechen oder gar politisiren höre; und ich wollteeinst eine kluge, schöne Frau, die ich liebte, recht wohlmeinend voneinem Fehler zurückbringen, der sie nur lächerlich machte; sie hörte michruhig an — ich glaubte, sie überzeugt zu haben — aber sie schlug einschallendes Gelächter auf, in Worten ausgedrückt: „Gelehrter Narr!Mann ohne Welt!"
Die Geschichte kennt Alles vermögende Maitressen (deutsch Bei-schläferinnen), aber von keiner wüßte ich allumfassende politische Planeanzugeben, sondern bloße Intriguen. Kein Weib hat eine neue Reli-gion erfunden, aber jede neue Religion ist durch Weiber verbreitetworden, weil nur kalte Köpfe Systeme erfinden, warme aber solcheergreifen. Weiber schmieren in unserer Zeit sogar mehr Bücher als seinsollte, aber wo sind ihre Gmiewerkc und ihre Bücher von Gehalt?Es geht ihnen mit der Wahrheit wie den Großen, und daher malengroße Maler nichts unlieber als Weiberbildnisse; denn sind sie getroffen,so finden sie sich nicht schön genug, nnd schmeichelt der Maler, so leidetdie Aehnlichkeit. Der größte Staatsmann und Krieger muß durch seinAeußeres imponircn oder gefallen, sonst ziehen sie den vor, der siegut unterhält, nnd trauen ihm alle Fähigkeiten zu. Friedrich steht aufmeiner Seite, sonst hätte er nicht auf sein Monunient der Landgräfinvon Darmstadt, worüber mehrere Damen an meinem Arm das Rüs-chen rümpften, setzen lassen: SLXII, lmimo VI r. r
Grundsätze Pflegen Weiber anzulegen wie Schmuck, und zu wech-seln wie Aufsätze — lange Röcke, kurzer Sinn. Zwei LeidenschaftenPflegen vorzuherrschen, Liebe nnd Eitelkeit; sie können lachen über diewichtigsten Geschäfte des Mannes, nnd wieder Kleinigkeiten behandelnmit catonischcm Ernste. Wenn sie aber auch ein Fach weniger im Ge-hirn haben — was schon Eva's Schlange geglaubt hat — so habensie dafür eine Fiber mehr im Herzen, und nur Spötter behaupten, daßihre Herzen so viele Falten hätten, als die Röcke der oberschwäbischen
» An Weid von Geschlecht, an Seist ein Mann.