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Kinder als die einzigen Freunde, die Mutter Natur gab, als derfruchtbare Wciustock um das Haus, und die Oelzweige um dcu Tisch,wie der köstliche Balsam, der vou Aarons Haupt fleußt iu Bart undKleid, wie der Thau, der vou Hcrmou herabfällt auf Zions Berge.Weiber haben gerne ihre Launen, sie liegen in ihrer feineren Organi-sation, und verdienen Entschuldigung; haben wir nicht auch Launen?— Und wie ungleich sind die Lasten vertheilt, vorzüglich in höherenStänden? Die Kinder kosten einmal der Mutter unendlich mehr, alsdem Vater, und eine geistreiche Dame sagte ein wahres Wort: „Hättedie Natur Schwangerschaft und Niederkunft zwischen Mann und Weibgleich vertheilt, so wäre das erste Kind von der Frau, das zweitevorn Mann, das dritte vielleicht wieder von der Frau, und dann basta."Im Alter sollen die Kapitalien wuchern, die man im Herzen derKinder angelegt zu haben glaubt, und der Einsame ruft: „Was thatich, daß ich weder Frau noch Kinder habe?" Sieht mau aber wiedergewisse Scenen, hört man zwischen Mann und Frau, die ein Fleischsein sollen, Lärmen, als ob sie ihrer zwanzig wären, gibt's Gardinen-predigten, wenn man ruhen möchte, ruft gar eine Rahel: „Schaffemir Kinder, oder ich sterbe!" ohne auf die Gegenrede: „Bin ich dennGott?" zu hören; dann segnet man freilich sein lootulum liberum,'wie Qniutns, freut sich mit Shandy, darin diagonaliter liegen zukönnen, während die Frau die Perpendiknlarlinie fordert, und vcr-sammelt sich zu seinen Vätern ruhig ohne Nachkommen, wie die Ge-stirne des Himmels." —
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Viele Ehen erinnern an die bekannten Wetterhäuschen; tritt derMann heraus, so bleibt die Frau darin oder umgekehrt; zusammengehen sie nie; denn selten sind sie einig über das Wetter. Kommt gareine böse Schwiegermutter in die Onere (die beste soll die ini grünenRock sein), wcgelagern alte Tauten, Oheims, Vettern und Basen —die in der Litanei des goldenen Kalbes gleich nach den Türke» kom-men—gibt es gar Tochlcrmäuncr und Söhnerinnen, die zwar öffent.lich Herr Sohn und Frau Tochter heißen, mit denen man aber den
> Freies Dcttchcn.
* Nur durch Trieb und starke Begier ganz blindlings geleitet,
Strebe» nach Gattin und Kinderchen wir; doch weist ct te Einer,
Wie d>« Kinder dereinst und wie die Gattin ihm sein wird?