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Alte Vettern und Basen fragten mich oft in altmodischer Freund-schaft und Liebe: „Aber warum heirathen Sie nicht?" und mir fielimmer Champfort's Dialog ein: Heirathen Sie? —Nein. — Warum?— Ich bin ärgerlich. — Warum? — Ich wäre eifersüchtig. — Warum?Weil ich Hörner bekäme. — Warum? — Weil ich's verdiente. —llorniio, gut tsoit, uo oornua korrs reousst! ' — „Nein, sondern weilich heirathete." Gegenwärtig glaube ich, daß hier wie nllerwärts,Gutes und Böses sich so ziemlich gleich vertheilt, nnd im Grunde dasMeiste von guter Wahl abhängt. Der Reichsanzeiger ahmte Englandnach nnd wurde zum Heirathstcmpel, womit die gute Wahl schwerlichbestehen konnte.
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War die Wahl gut, so hängt der Ehehimmel sodann vom gutenBenehmen ab; unsere Alten verglichen Mann und Weib mit dem Sub-stantiv und Adjektiv, gui oonvouirs ckodont in xsnors, numoro «tzvasu ...' Gibt's auch hie und da Zwist, so muß man ihn philoso-phisch als gegenseitige Herzenserleichterung betrachten; die Ehe ist wederHimmel noch Hölle, und so ein kleines Fegefeuerchcn in der Mitteschadet nicht.
Betrachtet den Hagestolz im Kupfer vor Hippel über die Ehe,hinter dem die Haushälterin herstürmt, die Katze einen Buckel machtund der Mops bellt. Frau nnd Kinder sind Bande, aber doch gewißerträglicher als die von Anverwandten; die Fallstricke verwunden tief.Der achtungswerthe Mann wird auch in der Regel von der Frau ge-achtet werden, zumal wenn er dem Dichter folgt:
8s 1o Ii«r fault» a Ilttlo lilinä,
8s to lurr virtuos vor^ kinä,
8st «II lier va^rr dv uneonKn'ä,
elap a paclloek sn Iier rninä. ^
In Krankheit, Alter, Noth nnd Anfechtung erscheinen Weib und
1 Du darfst nicht schönen sinken trauen,
Den schwarzen nicht und nicht den blauen,r Wer einst Hörner gesetzt, muß e» sich auch gefallen lassen, Hörner zu tragen,u Nimm ja nie beim KerzenscheinGold ober Tuch oder Mädchen ein.
« Die übereinstimmen müssen In Geschlecht, Zahl und Bengefall.
» Für ihre Fehler zeige Nachsicht, I Laß ihre Wege ungestört.
Für ihre Tugenden viel Einsicht, s Nur ihrem Herzen sei gewehrt.