lionen Dukaten zu prellen. Die Kirche machte den weltlichsten Con-trakt von der Welt zum Sakrament, um Ehesachen an sich zu ziehen;es ging noch den alten Gang, während gottlose Berliner Vorschlägemachten, die Herren Geistlichen bei der Ehe nicht weiter zu bemühen,und dreifarbige Republikaner die Vorschlüge gar realisirtcn.
Die Zeiten sind vorüber, wo die Weiber Unterthan waren demHerrn, wie Sara Abraham, und der Apostel sie vermahnte, „nichtso schüchtern" zu sein, denn die schwachen Werkzeuge seien Mitcrbender Gnade des Lebens. Die Zeiten sind vorüber, wo Neigung dieEhe schloß; die meisten schließt jetzt Bedürfniß, Geld und Pflege. DieNothwendigkeit, sich da schon frühe loszureißen, wo das Herz dasganze Leben lang so gerne geweilt hätte, macht den Einen zum Hage-stolzen, den Andern zum ewigen Flüchtling, und wenn auch, nach ziem-licher Abkühlung der Sinnlichkeit, noch am Ende an eine solide Ver-bindung gedacht wird, so ist's nicht mehr Liebe, sondern Rücksicht aufPflege und Wartung. Gesellschaftliche Verhältnisse und Luxus habenuns sehr arm gemacht; Ehe ist bloßer Tauschcontrakt von Geldsäckcn,Gütern, Heerden, Häusern rc., wo Eltern oder andere Mittelspersonenein Männchen oder Weibchen drein geben.
Was Er voll! Glück der Ehe spricht,
Herr Vetter, da« sind Trimme.
Die Eh' ist Prosa, kein Gedicht,
Denn Mann und Frau, weiß Er daS nicht?
Sind selten, selten Renne!
Was Gott thut, das ist wohlgethan! Umstände sind unsere Teufel,wer kann sie immer abteufet»? Durch Umstände bin ich ohne Frauund Kinder, und, wenn ich so die heutige Welt recht ansehe — ruhigin mir selbst, und nehme die tröstliche Lehre der Juristen cks ooinpsn-sationo I zu Hülfe. Der Venus Urania errichte ich keine Statue,denn wir leben nicht im Himmel; die Venus Pandemos, ' die soviele Statuen hat, und schon zu Elis auf einem Bock ritt, verdientausgepeitscht zu werden; aber der Venus Verticordia ' möchte icheine errichten, um Ehescheuen zur Ehe, und Weibern zur BesserungAnlaß zu geben. Die Sache wird nicht besser, so lange sich Mannund Weib nicht verhalten, wie Adam und Eva, Philcmon zu Baucisund Hermann zu Dorothea. Heiliger Salomo I du priesest den Mannglücklich, dem der Himmel ein tngendsames Weib gibt, und ich stimme
» Schadenersatz. — r Die allgemeine V-nu». - - Der Denn«, welche die Herzen wendet.Demokntor. II. 16