wendet sich grauenvoll von solchen gelehrten Zwittern, und ruft: Mo-lidrc! Moliöre I Eine deutsche Gelehrte kann ich mir nicht denken ohneKenntniß der französischen Sprache; ich empfehle ihnen daher bestensMoliörcs keminoo savsntos; ich aber ziehe die Schöne in seiner soolsckvs komme« ' vor, die fragt:
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Diese Gelehrtinncn, wenn sie ein bischen Französisch kennen, undGedichte und Romane gelesen haben, fabeln grausam viel von gebil-deten Damen und sagen naserümpfcnd von guten Kinder- und Haus-müttern : „Es ist eine Frau ohne alle Bildungsie kennen oft kaumDamen von Bildung, ahnen gar nicht, wie viel zur wahren Bildunggehört, sprechen aber desto leichter davon und so viel, daß man sichauf der Stelle umbilden, d. h. ihnen die Wahrheit geigen oder denRücken drehen möchte. Sie sprechen selbst von sehr wichtigen, hohenDingen, die einmal nur für Männer gehören, werfen natürlich Allesdurcheinander, scheu Alles verkehrt, urtheilen aber frisch, wie es sichgerade in der töto cko llnotto ' gegründet hat, und stehen sie im An-sehen, so glauben ihnen gar Viele zum Schaden manches Ehrenmannes.Hochmuth kommt vor dem Fall; sie wollen auch dadurch gefallen, undPflegen in der Regel zu fallen. Wurde nicht der mannhafteste undgescheiteste aller Ritter, den die Geschichte kennt, ein Narr über Ro-mane? Die Unterhaltung mit solchen Damen ist so lästig, als wennman wieder Formey's Kollo 'tVolüenno * lesen müßte.
Gelehrte Weiber sind ein so großes Hauskreuz als hysterischeWeiber; eine gelehrte, eine empfindsame, eine galante Dame oder vonBonton (die galanteste Uebersetzung des biblischen -rö^vr,) und danneine Betschwester sind vier Hauptplagen, mit denen Moses die Egyp-ter zu schlagen vergessen hat. Jede einzelne reicht hin, den vernünf-tigsten Mann zum Narren, und den glücklichsten zum unglücklichstenGeschöpfe der Erde zu machen. Ich will die leichtsinnigen Eheschei-dungen verdorbener Römer nicht vertheidigen, auch nicht die des Pau-lus Aemilius von seiner Papiria; seine Freunde tadelten es und sag-ten : „Sie ist weise, sie ist schön, sie hat dir herrliche Kinder gegeben",und er — er streckte seinen Fuß aus: „Ist dieser Schuh nicht neu?nicht schön und gut gemacht? und doch drückt er mich." Den gclehr-
r Gelehrte Weiber. — Schule der Weiber.
r Mir Unschuld, wie man nie vernommen,
Ob Kinder au- den» Ohre kommen?s Hänfling-kopf. — * Die schöne Wolfianerm.