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und lieber den Unterschied zwischen der Uhr und Dame darein sehe,daß jene uns die Stunde merken, diese aber vergessen macht, bin inwahrer Verlegenheit, welcher von meinen belesenen Damen ich denVorzug geben soll, deren ich jetzt gedenken muß, und will die Ent-scheidung den Damen überlassen.

Welche war die Gelehrteste? jene, die da fragte: Ist das derHoraz, der den schönen Virgil geschrieben hat? oder die, der dieOpera Oieoronis ' in die Hände fielen, und die ihren Freundinnengestand, daß sie, trotz ihrer bekannten Belesenheit, nicht gewußt habe,daß der große Redner auch Opern machte? oder die, welche auf dieFrage: Sie kennen doch den Lucrctius? aufgebracht ausrief: Ich sollteden Mann der berühmten Lncrctia nicht kennen? — Jene, welche überdie Bemerkung, daß die Alten noch unordentlicher gelebt hätten, alswir, verwundert ausrief: Wie? in ihrem Alter? oder jene, die anCäsar nichts auszusetzen fand, als daß er mitten in Rom kein Christwurde, und an Ariadnc auf Naxos tadelte, daß sie immer gerufenhabe: Mein Theczeng (Thescus), ohne daß man es einer Königstochtergebracht habe! Gar viele haben dabei das Unglück, Namen nicht rechtbehalten zu können, wie Sterne's Snsanna, die schuld war, daß derneugeborne Shandy Tristram getauft wurde, weil sie von Trismegi-stus nichts behalten hatte, als die erste Silbe Tris. Wollen wir nunüber die belesene Jüdin lachen, wenn sie statt von Maria Stuart, vonder Maria von Stuttgart sprach? von der Braut von Messing (Mes-sina)? und von Marie die pommersche (Beaumarchais in Clavigo)?Die meiste literarischc Kenntniß scheint mir jedoch jene Magd gezeigtzu haben, die das Fräulein mit einem Buche zum Buchbinder schickte:„Soll ich es in Folio, Quart, Octav oder Duodez binden lassen?"

Sterne's Lady fielen Plntarchs Lebensbeschreibungen in die Hand,und sie lobte diese Novellen ausnehmend; da ihr aber Sterne erklärte,daß dies Geschichte sei, las sie nie mehr eine Zeile im Plutarch.Weiber können gelehrt sein in unserer Zeit, ohne Latein oder garGriechisch zu wissen; daher lassen sie sich's gefallen, wenn die Umschriftum einen Brautring oui äeält, so äoäit übersetzt wird: Ils äiä id,»nä sks clikl it,' und noch weniger kann es der Zofe verübelt werden,die einen Herrn Pater fragen mußte, ob er Thee oder Kaffee zumFrühstück befehle? 't?s guiäsm vollem; ° sie brachte Thee; ich weißnicht» was Se. Hochwürden veranlaßte, zu rufen: kater suw, ergo

1 Werke deS Cicero. — * Ihr, der er cS gab, ergab er stch. — Er that'S, und sie tbat'S.— » Dich mvchte ich.