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hagern Hals des Römers, oder wie man will, der Gänse, und wiediese zischen sie auch auf der Gemeindeweide alle Vorübergehenden an,ohne sie gerade beißen zu wollen. Wieder andere gefallen sich in derRolle der Empfindsamkeit, sammeln sich einen unerschöpflichen Wasser-schatz, der überall springt, wo Thränen interessanter machen, und wie-der andere verschwenden die größte Zärtlichkeit an Kinder, weit mehraber an Kätzchen, Hündchen, Vogel rc., mit denen sie sich wie Circeumgeben. Wie zärtlich würden sie erst mit ihrem Manne und mitihren Kindern umzugehen wissen; ihre Nerven beben beim geringstenMißlaut, wie würden sie erst beben beim süßen Einklang der Liebe!Ihre ganze Menagerie von Thierchen versteht ja davon kein Wörtchen.Nebenbei sind sie auch in der Regel höchst nützliche Kunden für Schnupf-tabakshändler.

Eine Zimperlichkeit, die mich wenigstens am meisten genirt, istihre übertriebene Delikatesse in Gedanken, Worten und Werken, dieim unschuldigsten Scherze beleidigende Anspielung, im zärtlichsten Aus-druck Unzucht und in den abgemessensten Aeußerungen über ReligionFreigeisterei und Sittenlosigkeit erblickt; am verächtlichsten aber sinddie, die aus Affektation von Delikatesse über gewisse Dinge öffentlichschimpfen, über die sie Privatim herzlich lachten. Ein Mädchen vonachtzehn Jahren macht weit weniger Schwierigkeit bei einem Kuß, alseine von achtnndvierzig, und ich wundere mich, daß sie sich nicht wieeinige römische Kaiserinnen abmalen lassen als vs» xnäioitias' mitengangeschlossenem Schleier, zumal in diesen Jahren Schleier nichtsverderben. Jene Betschwester, die sich nolons volvns an Müllershimmlischem Liebeskuß erquickte, tadelte ihren Seelsorger wegen dergarstigen Worte in seiner Predigt: Fleischeslust und Fortpflanzung,und eine andere fand die Unanständigkeit des öffentlichen Ehesegcns:„Seid fruchtbar und mehret euch," so stark, daß sie schon allein da-durch vom heiligen Ehestand abgeschreckt wurde. Nun, in schmutzigenGefäßen wird das reinste Getränke sauer, aber das weiß ich, daß icheher einer alten Jungfer zwischen alten Romanen mich anvertraue,als der, die umschanzt sitzt von Scrivers Seelcnschatz und MüllersHerzensspiegel, Benjamin Schmolle und Arndts wahrem Christenthumund Paradiesgärtlein, und Bogatsky's goldenem Schatzkästlein.

Alle Künstler plagt der Neid, und so auch die Künstlerinnen inder Gefallsucht, wenn ihnen das Schicksal den Ehrensold dieser Kunstversagt — die goldene Kette Hymens. So wie die besten Weine den

> Die GSttin der Schamhaftigkeit.