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pen zu Papier und Makulatur und zu Dünger, das Ende allerDinge.

Die Kunstfertigkeit alter Jungfern steht bei mir obenan; Frauen,die eine Präbende haben, lasten Alles einschlafen; aber sie bilden inEinsamkeit ihre Talente weiter, und verdanken ihnen auch nicht seltenHeiterkeit, wobei sie sich selbst vergessen. Diese Seelenruhe ist so ehr-würdig, als die des Philosophen, dessen Ehrgeiz gescheitert, und dersich nun in sein Schneckenhäuschen zurückgezogen hat. Was hier derEhrgeiz, ist dorten die Liebe; freie Wahl ist selten der Grund einerjungfräulichen Lage, wenn es gleich der Stolz behauptet; und da mitdieser Lage in der Regel dürftige Glücksumstände verbunden sind,und sie nichts nach Außen zerstreut, wie den Mann, so sind sie inmeinen Augen größere Philosophen, als die pro Wrackn' disputirthaben.

Minerva und die Musen sind die ältesten Jungfern von Ruf.Die Künste der Musik, Malerei und Dichtkunst versüßen noch heuteviel jungfräulichen Kummer. Viele sind sogar Priesteriunen im Tempelder Minerva, wo sie jedoch weniger zu glänzen Pflegen, als die Ober-priesteriunen der Venus. Unter allen gelehrten Jungfrauen gebe ichder Faustina, gleich Kaiser Rudolf II-, den Vorzug; er verlangte einDistichon auf die vier Elemente, und die Elemcntsjungfcr machte diemuntern Verse, die ich glücklicher Weise anführen darf, da sie latei-nisch sind:

6une1» blemenla xero, «um lerra, est ossrdus ixvis,

X-rribus svr ioest, vulvL mimstrst kquam.

Nützlicher aber sind freilich die Künste der alten Welt, die Kunst derNadel, wobei sie nie Gefahr laufen, vom stolzen Männergcschlecht ver-dunkelt zu werden, wie beim Büchcrschrcibcn.

Die Geduld, wie Milde, überhaupt weibliche Tugend, hat vieleSchülerinnen und Meisterinnen. Sind sie arm und verlassen, sohaben sie hundert Gelegenheiten, die erstere Tugend an Verwandten,naseweisen Neffen und Ncffinnen neben dem Gesinde zu üben; sindsie reich und unabhängig, so haben sie das weiteste Feld zur Wohl-thätigkeit, Ausfüllung ihrer Hcrzenslcere, und die werthen Anver-wandten machen ihnen (oder eigentlich deut Mammon) sogar die Cour.In einer zahlreichen Familie sind sie viel werth, folglich auch demStaate, denn sie haben alles Gute und nichts von dem Bösen einespii oorpori». ' Viele Neffen und Neffinnen verdanken einer Taute

> Um dk» DoUorhnI, — » Einer fromme» rörperfchaft (der ScisMchkcU)-