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(oder einem Oncle) oft all ihr bischen Gutes; wir hätten keinen Gibbonohne Tante Polly; ^ hingegen kenne ich auch wieder eine Familie mitsechs Kindern, die ohne die Zärtlichkeit einer Tante bessere Picdcstaleund weniger Relief auf dem Rücken haben würden. Ohne eine er-lauchte Tante — ich glaube die Bescheidenheit nicht zu verletzen, daich meine Persönlichkeit lediglich im Auge habe —gäbe es wahrschein-lich diesen Demokrit nicht.

Diese guten Eigenschaften sind vielleicht Mitursache, daß mangefragt hat: „Jst's besser, eine alte Jungfer oder eine Wittwe zuheirathen?" Spötter sagen, es stehe damit, wie mit Geigen; jederKenner werde eine gespielte Geige, wenn sie nur nicht zu sehr aus-gespielt sei, einer angespielten vorziehen, womit aber jene Wittwe sowenig als ich einverstanden war, die dem Spötter erwiderte: „Undsie gleichen unsern einheimischen Tüchern, die desto gröber werden, jelänger man sie trägt." Andere, um in der Allegorie zu bleiben, kom-men mit der Acolsharfc, bei der Alles auf den Wind ankommt; dieBessern entscheiden sich für die Glasharmonika, die, alt oder neu,gleichviel, entzückende Töne von sich gebe, sobald sie nur gehörig be-rührt werde. Unsere allzudcutschen Alten reimten:

Wer Wittwen nimmt, Kaldauncn frißt,

Denkt nicht, wa« drtn gewesen ist.

Bei dem Hange der Menschen, Dingen, die man nicht mehr hat.größern Werth beizulegen, als denen, die man hat, scheint die Wahleiner Wittwe bedenklicher. Die meisten gleichen mehr oder wenigerder Matrone von Ephesus; ihre Traueranstalten verrathen geradeöfters ihre Freude; alle aber loben so gerne ihren Seligen auf Kostendes Lebenden, daß dieser endlich selbst wünschen muß, der Selige mögenoch leben. Die Jungfrau aber dankt ihrem Erlöser, hängt wieJnngfernwachs desto fester, je länger sie warten mußte, und selbstschon die Gerechtigkeit fordert, derjenigen den Vorzug zu geben, dieso lange müßig auf der Schwelle von Hymens Tempel weilen mußte.Noch gefährlicher scheint die Ehe mit einem alten Hagestolz, der dengroßmüthigen Entschluß saßt, von Liebe gleichsam auszuruhen, undalle seine vorigen Liebschaften beisammen zu haben in nuvs.'

Bei manchen Völkern verloren die Wittwen bei zweiter Heirathein Glied vorn Finger, und der Abscheu der Kirche gegen die »so-nsasnuxtias» dauerte lange genug. Nimm ließ die Wittwen, die vor der

> Abkürzung für Mary. Gibbon »zählt, daß » bei vernachläNiater und nb-l elnge-Iichtet» Erziehung ohne den Einfluß lein» Tante keine Eeisteibitdung erlangt hätte. —» In kleinem Raum. — » Zweite Ehen.