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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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ckovlm Ooos iratos üabsat, gui üuo eacarit ant minxerit, ' was auchin unsern Bädern nicht überflüssig wäre, und die Inschrift des Anto-nin verdiente mit goldenen Buchstaben in allen Badeörtern zu stehen:Ourarum vaouu» inine aäoas looum, ut uiordoruin vaouus abirs gueus;non ouratur, gu> eurat.'

Die Bäder, die anfangs Reinlichkeit, Behaglichkeit, Gesundheit,Stärkung nach einer Reise, Schlacht oder sauren Arbeit und gymna-stischen Uebung zum Zweck hatten, wurden nur zu bald Sitze derUeppigkeit, Weichlichkeit und Ausschweifung, zumal als gemeinschaft-liche Bäder aufkamen. Man badete jetzt tagtäglich; aber so wie dienützliche Gymnastik durch die blutige Athletik in Verfall gcrieth, sodurch das Verderbniß der Sitten die nützliche Bädersitte. Die Moraldes Christenthums fing an mit Recht gegen diese Bäder zu eifern, unddie Kirchenväter, mög.u sie auch noch so komisch sein, wenn sie philo-sophircn wollen, erscheinen als ehrwürdige Väter, wenn sie moralisircn.Sie eiferten gegen die Bäder, als ein Feuer aller bösen Lüste, undwir wollen zufrieden sein, daß dieses Feuer in unsern Zeiten in derRegel nur brennt in den Hundstagen.

Die Moslems oder Araber, als sie sich über das Abendland ver-breiteten, brachten die Bäder wieder in Gang und zu Ehren, ammeisten aber wohl die Krcuzzüge, wo man manche Sitte des Morgen-landes annahm, die gut war, ja selbst freiere Rcligionsausichten ge-wann. Der große Karl liebte die Bäder sehr, vermahnte Alle zumGebrauche derselben, und badete sich zu Aachen traulich und gemein-schaftlich mit seinem ganzen Hofe. Schon unsere großen, baumstarken,weißen Germanen mit rothen Haaren und blauen Augen, welcheXotio cko Lliations negativ»' anstellen dürsten, wenn wir sie Papaund Mama anreden wollten, badeten wie die Wilden, und der Rheinwar das geringste Hinderniß, wenn sie, wie die Kosaken auch, sich inGallien ein bischen umsehen wollten. Sie tauchten ihre Kinder,gleich nach der Geburt, über und über in Wasser. Aber uns Knabenwar das Baden schwer verboten, der Sünder schwer bestraft, manerlaubte uns höchstens ein Sandbad, wie Hühnern. Wie viel unsereAlten von, Baden hielten, beweisen die Redensarten: einem ein schlim-mes Bad zurichten — ihm das Bad gcsegnen — das Kind mit demBad ausschütten — das Bad austrinken müßen — sich in Wollüsten,in Thränen baden — baden im Blute der Erschlagenen.

1 Der soll die zwölf Götter zu Feinden haben, der diesen Ort verunreinigt. — » Freivcn Sorgen betritt diesen Ort, damit du sret von Krankheit ihn verlassen könnest; wer Sor-gen hegt, wird nicht geheilt. — > Klage, um die Vaterschaft abzulLugnen.