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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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gedeihen, selbst wenn ihr kahler Boden den Pflanzenbau begünstigte,und in heißen Zonen würde der Mensch verfaulen ohne Pflanzcn-nahrung und kühlende Früchte. Wir bleiben in weiser Mitte, essenThiere und Pflanzen, und ein künftiger vr. Gall sagt uns vielleicht,wie jede Speise unsere Säfte anders modificirt, lehrt uns ihren nochsubtileren Einfluß auf Gehirn und Nerven, und sagt damit vielleichtmehr Wahres, als von bloßen Knochen sich sagen ließ. Viele lebenbloß, um gut zu essen und zu trinken; das Thier genießt Speise undTrank bloß, um seine Tage zu fristen, folglich unterscheiden sie sichwesentlich vom unvernünftigen Thier.

Das ganze Naturreich liefert dem Menschen Nahrung, selbst dasMineralreich für das bischen Staub, das wir am Ende des Liedesder Mutter Erde zollen. Wir sind nicht mehr mit bloßen Aepfcln zu-frieden, mit Eicheln oder Milch; unser Gaumen ist der Tyrann desMagens geworden, und wir sind Pflanzen, wie Bocrhavc sagt, dieihre Wurzeln im Magen haben. Die Natur hat gewollt, daß wirdas Futteral unseres Geistes täglich dreimal zusammenleimen müssen,wenn es nicht zusammenfallen soll, wie das Feuer Holz braucht,wenn es wärmen und nicht Asche werden soll, was das bestgclcimteFutteral dennoch wird. Aber die Natur ist unschuldig, wenn Unmäßig-keit in Speise und Trank und Leidenschaften Krankheiten zur Folgehaben. Thiere leben nach der Natur, und so sind sie in der Regelohne Krankheiten, folglich auch ohne lüosutiati, vootores' und ihrelateinische Küche.

Ein Mensch verbraucht monatlich mehr Nahrung, als sein Körperau Gewicht beträgt, und ist durch Speise, Trank und Lust wenigstensvierzchnmal im Jahr ein neuer Mensch, während es oft ein ganzesLeben bedarf, um es moralisch zu werden. Viel, gar viel hängt vomKloster Maulbrunn ab, und von dem theuren Loch unter der Nase,wie unsere Eltern scherzten. Die erste Nahrung des Menschen warenwohl Baumsrüchte, und die Mosaische Urkunde bestätigt diese Mei-nung ; zur Abwechslung mögen sie noch Wurzeln und Kräuter gesuchthaben; fressen ja die Ottomakcu nnd Neger noch heute sogar eine Erd-art. Schwerlich wurde der Unglücksapfel, den Eva Adam reichte, ge-schält, und Adam war der Erste, der in einen sauren Apfel gebissen hat:

> Titel der Aerzte.

Der Adam gar possierlich ist,Zumal wenn er vom Apfel frißt.