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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Später entzündete der goldene Apfel der Eris gar den trojanischenKrieg; gering, Aepfcl waren die ersten Zankapfel.

H Der Mensch veredelt sich durch reiches nnd gutes Futter wie das

liebe Vieh, nnd Speisen wirken auf die Seele, wie die genossenenKräuter der Kuh in die Milch schlagen. Der Finke, der nichts alsHanfsamen kriegt, wird schwarz, nnd bei einem leeren Magen leidetder Geist früher als der Körper. Die Muttermilch oder gar Ammen-milch ist gewiß die Grundlage mancher moralischen Eigenschaften, sowie der tägliche Anblick des Herrn Vaters sicherlich manchen Knabendessen Tugenden inoculirt, seinen Leichtsinn nnd Sinnlichkeit, Lügenund Betrügen. Schon unsere alten Germanen hatten agrostia xoma,gemeines Obst (nicht gerade Holzkpfel), neben Milch nnd frischemWild, und diese einfachen Speisen sind noch heute auf allen Dörfern,wobei neben Mehl, Rindvieh, Schwein nnd Geflügel, ein ehrlicherMann wohl bestehen könnte. Das gcüicinc Obst jedoch ist veredelt,selbst die gemeine Mähre bis zum Kaffee, und jener Hirtenjunge, derMarie nur Holzapfel opfern konnte, sagte: „Brate sie nur einmal!"Der Unterschied zwischen deni Urmenschen und dem jetzigen ist so groß,wie zwischen dem ungarischen Wildfang nnd dem veredelten zugerittenenPferde an voller Krippe. In dem goldenen Zeitalter

Da lebte Mensch und Thier vertraut,

Da aß man Kohl und Sauerkraut,

Doch sicher ohne — Blutwurst.

Fleisch war früher als Brod; die Mahle der ältesten Völker be-stehen aus Fleischspeisen, wie die der Wilden und Britten. Wahrschein-lich tranken die Nomaden der Alten auch das warme stärkende Blut derThiere wie die Wilden Nordamerika's, nnd unsere Gcmsjägcr, diewohl wissen, daß Krammctsvögel, wenn sie gerade Kreuzbeinen ge-fressen haben, schon von der Schüssel weg — purgircn. Das Brodfordert mehr Vorrichtung als das Fleisch, daher es auch früher Breigab als Brod. Man aß das Fleisch roh, wie noch bei vielen Völkerngeschieht; im ganzen östlichen Ocean essen sie die Fische roh, nnd dasWort lüsgnimanx, wie Samojcde, bedeutet Rohesser; die Ostiakcnschneiden das Fleisch in lange Streifen und tunken sie ins Blut. Ichbeneide die Bauern, die zu ihrem Sauerkraut oder Erbsen und Linsendrei bis vier Finger dicken Speck verschlingen können, der mir so zu-wider geht, daß ich stets der Meinung gewesen bin, daß gclegenheit-lich des Gergescner Teufclsspuks den Schweinen etwas dämonischesstecken geblieben sei zwischen Haut und Fleisch.