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so pfiffig sind. Manna öffnet gelinde, Kartoffeln verstopfen, selbst diemarmorirte aus Afrika, die beste, und so läßt sich von Kartoffelfrcssernmit Hangenden Bäuchen nicht Gleiches erwarten, so wenig als vondem Sencgalgnimni, wovon zwölf Loth sättigen sollen für den ganzenTag. Kartoffeln sind ein wahres Aphrodisiacnm, daher sich die Nor-weger deren Anbau widersetzten, und sind was Knoblauch und Zwiebeldem auserwähltcn Volke Gottes, was mir deren Geruch doppelt zu-wider machen würde, wenn diese Pflanzen nicht die Eigenschaft hät-ten, daß sie schwarz werden, wie der Mann von Ehre und Redlich-keit, wenn sie unter schlechte, giftige Champignons gerathen. DieKartoffel ist mir das Sinnbild des Volkes; unbemerkt, ohne Aussehenund gering geschätzt, bildet sie im Schooß der Erde ihren groben, aberhöchst nützlichen Knollen.
Ein Landprcdiger, der sicher nichts von Parmcnicrs Kartoffcl-schmausc zu Paris wußte, gab einen Kartoffclschmaus, der Erwähnungverdient: zuerst Kartoffclsuppe, dann Kartoffelgcmüse mit kleinen braun-geröstcten Kartöffelchen als Beilagen, Kartoffclpastcte, Pfannkuchenmit Kartoffelsalat und zum Nachtische Kartoffclzncker und Kartoffel-käse; der Kaffee war von Kartoffeln, wie Brod, Wein und Liqueur,und für Tabaksfrcunde standen auch gebeizte Kartoffelblättcr da. Michwundert, daß er nicht auch auf Kartoffelpfeischcn verfiel, die sich den-ken ließen: er ging wenigstens damit um, seine Lichter aus Kartoffelnzu machen, und auf Kartoffelpapier seine Predigtconccpte zu bringen.Das Kartoffel-Aphrvdisiacnm ist offenbar wohlfeiler als indianischeVogelnester, die ohne Gewürz fader sein würden als die Kartoffel,und sogar ekelhaft sind, da sie bekanntlich aus dem Laich des Secge-würmes und Seetang entstehen, welches die Vögcl auffischen, wiedervon sich geben und mit ihren Flügeln zu einer Masse peitschen; folg-lich gleicht diese Gallerte der OLms touettöe. ' Unser Kartoffelpfarrerhatte zwölf lebendige Kinder; da aber der Herr seine Unmittelbarenvorzugsweise zu segnen pflegt, so kann die Kartoffel hier unschuldig sein.
Die Hauptnahrung der Hindu, wahrscheinlich des ältesten Volkesder Erde, ist Reis, und Reis sicher ältere Nahrung als unser Brod,appetitlicher als das Commisbrod und der Schiffszwieback; denn dieLieferanten liefern oft verdorbenes Mehl voll Mehlwürmer, und Man-cher könnte, wenn er schreiben dürfte und könnte, seine Beschwerdenschließen, wie jener Waisenhaus-Aufseher: „Wollen Euer..., daß ausden Waisen Nachtigallen werden sollen, so habe ich freilich nichts
> Gepeitschte Sahne.