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nannte (Wein ohne Farbe, Geruch nnd Geschmack). Wir haben lieberBier, Wein und Branntwein, verlangen von, Thee und Kaffee Helle,Wärme und Stärke, nnd verlieren über diesen Getränken unsere eigeneHelle, Stärke und Geld. Viele Sängammcn lieben starke Getränke, nndso werden deren Kindern die heftigsten Leidenschaften schon mit derAmmcnmilch inoculirt, was bei Muttermilch der Fall nicht sein würde.Unsere warmen Getränke sind es, die uns um die Heiterkeit unsererAlten brachten, nnd so ernst nnd verdrossen, so weich und nervenschwachgemacht haben. Im Jahre 1664 machte die ostindischc CompagnieCarl II. ein Geschenk mit zwei Pfund Thee; jetzt consumirt Groß-britannien jährlich 25 Millionen Pfund! Schifffahrt war ein Segenfür die Menschheit: seitdem ist mehr Ueberfluß und weniger Hungers-not!). Aber sie wurde auch ein Fluch für diese Menschheit durch Kanf-mannsgeist, Geldgier, Ueppigkeit, Raub und Sklaverei. Unsere Vor-fahren waren gesünder ohne jene Kolonialgcnüffc, die MillionenMenschen das Leben kosteten, und der schönste weiße Zucker solltezarten Damen, wenn ihre zarten Aeußerungen immer Gefühle wären,blntroth scheinen.
Mit Thee hat man in England seine liebe Noth und in Hollandam meisten. Ich danke schön für holländischen Kaffee, Thee abermußte ich trinken, weil das Wasser nichts taugt, nnd der Wein meistmit Branntwein versetzt war. Brittcn und Niederländern ist indessenKaffee und Thee, wenn sie solchen nicht aus Verehrung trinken, daer ihnen so schwere Summen bringt, und sie denselben aus erster Handhaben, weit verzeihlicher als Deutschen, die Wein haben. Aber wasist das gegen Kiächta, wo Pallas ' aus Höflichkeit alle möglichen Thee-sorten versuchen mußte? Da versuchte ich lieber bei höflichen Rhein-bewohnern alle ihre Jahrgänge, höre aber, daß es auch nicht mehrMode ist. Unsere Schlüsselblumen sind eben so angenehm und gesün-der als das Decoct sinesischer Blätter, worüber so viel Silber nachChina wandert, und ich zweifle, ob die Sinesen, die wir dummnennen, ihren Thee auswechselten gegen unsere Schlüsselblumen.
Die Alten frühstückten warmes Bier oder Suppe — Friedrichhatte in seiner Jugend nichts Besseres — wir müssen Kaffee oderThee haben nebst Tabak und waren in der großen napoleonischen Ko-lonialwaarcnvcrfolgung übler daran, als die Südseeinsulaner wären,wenn sich kein Europäer mehr sehen ließe. In ganz Europa findet
> Li» berühmter Reisender in Sibirien, wiihrcnd der zweiten Hälfte des vergangenenJahrhunderts, der zuerst dort naturwissenschaftliche Beobachtungen anstellte und überhauptgenaue Nachrichten sammelte.