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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Vergrößerungsgläser auf der Nase hätten, wurden wir finden, daßwir Alle mehr oder weniger dem Propheten gleichen.

Die scheußlichste Fresserei bleibt die Menschenfresserei, die nochheute in Australien hergebracht ist, wo die Hinterbacken und Briistc,Hände und Fußsohlen des Feindes für die größten Delikatessen gelten,so wie unsern Gntschmcckern Bärentatzen, Hähncrstcißc, Schinkenoder Elephantensüßc, Flußpferdsznngcn und Kameelbuckcl, welche dreiletztere zu kosten ich nie Gelegenheit gehabt habe. Diese Menschen-fresser finden Weiße schmackhafter als Schwarze, Weiber und Kinderschmackhafter als Männer, und Engländer essen sie auch lieber alsFranzosen. Mcnschcnflcisch soll angenehm sein, und daher ist es gut,wenn man selbst zur Zeit der höchsten Noth nicht erlaubt, sich vonVerstorbenen zu nähren. Unsere Redensarten, einen aus Liebe fressen,nach Blut dürsten, stamme» vielleicht aus den Zeiten, wo deutscheWilde sich ähnliche Leckereien erlaubt haben mögen. Die Wildenfressen ihre Feinde aus Rache, nicht aus Noth, und sagen: „Ihrübergebt sie der Erde und den Würmern, wir unserm eigenen Leibe— was ist besser?" Besser sind in der That noch diese Kannibalen alsdie Herren, die einst um des Glaubens willen den Feind dem Feuerübergaben, da sie ihn nicht fressen konnten, aber doch fort haben wollten.

In unserer langen Kricgszeit, wo Jeder suchen mußte, sich so ehr-lich durch die Welt zu schleichen als möglich, hat man Vorschläge indie Wette gemacht zu den ungenießbarsten Speisen, als ob hinter derThcurung auch Hnngersnoth cinhcrschrcitc. Aller Unterschied zwischenreinen und unreinen, d. h. eßbaren und nicht eßbaren Thieren ver-schwand, und so war es zu verwundern, daß man nicht auf das un-reinste aller Thiere im Mosaischen Sinn, auf die Menschen, verfallenist, die ohnehin wie jnnge Hühner abgeschlachtet wurden in Schlachtennicht bloß, sondern am Sitz der Kannibalcngräucl der Revolutionwirklich sollen znr Speise benutzt worden sein. In Deutschland gabes im Hnngcrjahrc 1771 einen Thüringer Hirten, Goldschmid, derMenschen fraß; dies haben wir doch im Hnngcrjahrc 1817 nicht er-lebt, wo doch Mancher dem Schinder ins Handwerk griff, und wirden Germanen des Tacitus glichen, die nur Winter, Frühling undSommer kannten, aber keinen Herbst, ^ntumni vomon ot bona ig-norantur. ^

Man hat Baumrinden, Wurzeln aller Art, Flechten und MooseVorgeschlagen, immer besser, als die verdächtigen und doch Gutschmcckcrn> Der Name »nd die Güter bet Herbstet stnd ihnen unbekannt.