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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Enten im Hofe einer Bäuerin, seufzten und weinten: „Ach, in ihnenwohnen die Seelen unserer Vätcr, und Ihr werdet sie todten!" —„Nein." — „Aber wird Euer Mann auch so denken?" Gerührt gabdie arme Frau ihre Enten den Bonzen.

Schon die Jünger erschraken vor einem Ilngcwittcr und erhobenim Schiffe ein Angstgeschrei, als Jesus eingeschlafen das Steuerruderverließ. „Stille!" rief er, ergriff das Ruder wieder, und gebot soauf die natürlichste Weise Sturm und Wellen; die Jünger aber sahenlieber Wunder und so gab es denn in der lieben Christenheit, so wieKirchengebräuche einmal die Stelle der Religion einnahmen, Wunderüber Wunder. Alle Orakel und Omina der Alten verschwanden vorden Wundern der Heiligen, vor Teufel und Teufeleien aller Art, vorGespenstern und Hexen, vor magischen Verwandlungen, Licbcstränken,Weitermachen, Wehrwölfcn, Träumen und Traumdeutcrcicn, Prophe-zeiungen und Ahnungen, Geistercitationen und Vorladungen in dasThal Josaphat rc. Welche Rolle spielten nicht die Bibclorakel (8c>r-teo Sauvtorum) und das Vaterunser? Noch heute sagen Viele: „EinVaternnser lang," das ungcmein langsam gebetet, und dann wiederhöchst geschwind hergeplappert werden kann; selbst das Eiersieden inder Küche richtete sich darnach: „Drei Vaterunser lang." lind nunerst die astrologischen Grillen? Die Furcht vor Sonnen- und Monds-sinsterniffcn, vor Kometen, Nordlicht und kämpfcndcn Heeren in denLüften, vor Blutrcgcn, feurigen Schwertern, Ruthen und andern Zorn-zeichen des Himmels? Die Vernunft verjagte sie nach und nach; siehe!da kamen Cagllostro, Gaßner und Mesmer, Jungs Geistcrthcorie,Magnetismus und Somnambulismus. Ich gedenke bei Gaßners Teufe-leien Weckherlins, der, da Orison Granbündncr heißt, auch dasGrauchen Sancho Pansa's übersetzte: Graubündner.

Die Zukunft ist den immer voraus lebenden Sterblichen stetsmerkwürdiger gewesen als die Gegenwart, und daher wetteifert inHinsicht des Alters die Astrologie mit den Offenbarungen. Zcichcu-und Traumdeuter, Stern- und Wafferguckcr, politische und unpolitischeNativitätsteller gab es zu allen Zeiten; so wie es keine positive Reli-gion ohne Wunder gibt, so gibt es auch keine Kalender ohne Prophe-zeiungen, daher im Volke der hundertjährige Kalender noch heutemehr Ansehen hat als die symbolischen Bücher. Der Denker kannaus Vergleichung der Vergangenheit mit der Gegenwart nicht seltendie Zukunft voraussagen: wahrsagen oder übernatürliche Dinge voraus-sagen kann nur ein Thor oder Betrüger; die Berechnungen des Astro-