noch recht jung, und auch recht schön roth und weiß sind? Der Teufel,von dem man behauptet, daß er die schönsten Gesellschaften besuche,versteht sich wohl aufs Costüm, wenn er auch gleich seinen Pferdefußnicht mehr so bequem verbergen kann, als zur Zeit der glänzendenSteifstiefel; er weiß so gut als vornehme Reisende das Jncognito zubewahren. Die martialischen definitiven Bescheide: „Ach zum Teufel!"und „Hol mich der Teufel!" wird sich das Militär so wenig nehmenlassen, als die neuern Sprachen ihre vom Teufel genommenen Redens-arten, und Wiener Stubenmädchen sagen noch heute: „Jtzt gcngcns!Sc kommen Halter a in Himmel, wo die Engel Schwaferl hob'n, ScBosheit Se," was ich einst recht gerne hörte. Allen Respekt habeich vor einem rechten Teufelskerl, der in der Armee Wunder thut,wenn er an den rechten Platz kommt, und auch anderwärts; am un-rechten Ort aber mußte er schon Spitzruthen laufen, oder kam gar anden Galgen, wie Fra Diavolo zu Neapel. In dem feinen Frankreichhabe ich schöne gebildete Damen so gut als Offiziere vom Tcufclholcnsprechen hören, die ich sicher auch geholt hätte, wenn ich auf einigeStündchen den Teufel hätte spielen können, und die Leibfarbc desBeelzebubs war zu meiner Zeit grün und roth.
Böse Geister sind » xriori so wenig ein Widerspruch als böseMenschen, die leider a xostoriori das Sprüchwort erzeugten: „EinMensch ist des andern Teufel;" und wenn der Teufel zu Jesus Zeitennoch mit Schweinen zufrieden war, so fuhr er im Mittclalter in Pfaffenund Ritter, und zu meiner Zeit mußte er gar einen Kaiserthronhaben. Aber wenn die Theologen fragen:
Und wenn er nun der Laster Menge stört,
Ist denn die Welt nicht eines Teufels Werth?
so antworte ich: „Meinetwegen, wenn er einmal mehr gefürchtet wirdals Gott; denn seit man sich so wenig mehr um ihn kümmert, thuter, was er will." Indessen wollen wir selbst dem Teufel nicht zuviel thun; er könnte für viele fromme Christen Muster sein, der guteAlte hat wenigstens 6000 Jahre auf dem Rücken, weiß daher mehrals alle Professoren, ist nichts weniger als kindisch geworden, undkein heimlicher, sondern ein offener Feind, folglich nicht so schwarz,als man ihn malt. Vieles wird ihm bloß in die Schuhe geschoben;hat er Hörner, so weiß er solche mit mehr Anstand und Geduld zutragen als tausend Ehemänner, und alle seine Contracte hat derErich noch immer ehrlicher gehalten als tausend Menschen, die sich