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noch dazu edel ucimcn. Mit faulen Gesellen und phlegmatischenPostillons kommt man einmal nicht vom Fleck, wenn man nicht mittausend Teufeln unter sie fährt, wie der Schund von Apolda Wichte,dem Jesus und Petrus sein schreckliches Fluchen verwiesen:
„Es ging auch Wohl mit GottcL Gebot? —
„Nein, damit wird kein Eisen roth!"
und der sich selbst in der Hölle mit seinem Hammer so gefürchtetmachte, daß man ihn zur Himmelspfortc ließ, zu der er sich, trotzPetrus, seinen eigenen Schlüssel gemacht hatte; er ging ein, undfluchte bloß noch: „Hol mich der Kuckuk!"
Die Hölle ist die Residenz des Teufels und der bösen Engel,welche die heiligen Männer so anschaulich auszumalen wußten, als obsie der liebe Gott schon dahin befördert hätte. Otto, Bischof vonFreising, untersuchte schon, wie das Feuer mit der Finsterniß derHölle sich reimen lasse, und klassisch ist der Pater Kochern, der dieHeiden, die die Hölle schon im Aetna und Vesuv fanden, um zweiStufen höher setzt als die Lutheraner, die noch heute im Süden Eu-ropa's so sitzen miiffcn, wo die Erklärung des Schulmeisters in denMöuchsbriefcn nicht gelesen worden ist: „Wenn mein Cicero in dieHölle muß, so will ich auch mit." Und selbst Protestanten — setzten sieden guten Scbaldus Nothanker nicht ab, weil er lehrte, die Ewigkeitder Höllcnstrafe stehe im Widerspruch mit Gottes Güte? Sangen sienicht in der Kirche:
Wer mag ermessen den Gestank,
Der hier auch wird gefunden?
Der strenge Gift kann machen krankUrplötzlich die Gesunden.
Er ist ein dicker Koth und Feuer,
Durch ihn wird alles Ungeheuer,
DaS stücket, überwunden.
Im Schwcfclloch ist gar kein Licht,
Noch Heller Glanz zu finde»,
JuS Höllenloch scheint d'Sonne nicht,
Man tappet wie die Blinden,
Ein jeder Sünder hat sein Loch',
Und bei der Flamme kaun er dochDie Plagen alle sehen.
Acschplos Eumcnidcn machten einst schwangere Griechinnen vor Schre-cken niederkommen, und so mag manche Höllenpredigt noch größer»Jammer gemacht haben. Danken wir Gott für vernünftigere Zeiten!