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als ihr Schutzgeist und Engel?" So Dedekind, der sogar Kanzelvor-Iräge darüber gehalten hat. Nun, wir leben hicniedcn im Glauben,noch nicht im Schauen, und für die Mehrzahl hat wohl das zu Tischesitzen mit den Seligen, das Ausruhen von aller Arbeit, und derAufenthalt in Neujerusalem mehr Reiz, als Dedckinds Reisen voneinem Planeten zum andern, und das unsichtbare Umhcrschweben umdie werthen Angehörigen, die Manchen schon bei Leibeslebcn zuwiderwaren und selbst die ewige Seligkeit noch verbittern möchten. Undwie, wenn diese Werthen statt Engel gar Bcngel geworden wären?
Das Schattenreich war stets das Paradies der Phantasten, Mönche,alter Weiber, Hypochonders, furchtsamer Hasen und leider auch derBetrüger, alle liefern Stoff ä I» Huäibras. Man kann es demhohenlohischen Rath Franzisci noch allenfalls verzeihen, wenn er 1690in seinem höllischen Proteus hundert Gespcnstcrhistörchen commentirt,wie ich meinem Großvater, der nur Registrator war, verzeihe, daß ermir auf seinem Schooße solche erzählte, und vor dem Einschlafen nochdas Lied beten ließ: Hinunter ist der Sonnenschein rc., und: Unseremüden Augenlider rc. mit der Bitte:
Ocffne deiner Gnade Fenster,
Sende deine Wach' herab,
Daß die schwarzen Nachtgespcnster rc.
Man kann Landleutcn verzeihen, wenn sie mit ihrem Gcbetbüch-lein, vntgo Habermännle, sich Morgens und Abends gegen böse Geisterverwahren, aber in unsern Zeiten, und nach Allem, was schon derwackere Herwigs schrieb, noch das Geschreibsel der Dedekind, Meyer,Teller, Wötzel und des geistlosen Schwärmers Jung!
Diese Schwärmer spotten und bemitleiden Alle, die in Geisternnichts weiter als Mondstrahlenträume einer lebhaften Imaginationoder verkappte Körper erblicken, und die Spukgeschichten alle für eineErnte des Komikers halten; sie freuen sich des großen Haufens unddes hohen und niedern Pöbels, der stets das Wunderbare lieben wird,wenn er sie als Geisterseher und Halbbürger einer andern Welt an-staunt, muffen aber erlauben, daß der Denker nur Candidaten desNarren- oder Armenhauses erblickt, und über die ganze Bibliothek vonSchriften für und wider das Geistcrwesen das Motto setzt: VielGeister und wenig Geist.
Der Geist des Patroklus, der bei Homer den Achilles um Be-gräbniß bittet, und ihm seinen Tod vor Troja's Mauern weissagt,der Geist des Darms, der bei Aeschylus den Persern erscheint, wie