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neben etwas Korn« oder Zwetschgengcist. Ich bin nicht abgeneigt,Fontcnelle's Worte, die ich ihm sonst sehr übel nahm, nachzusprechen:8i z'avsis la maln plsins cko vöritäs, zs niv guräorriis dien äs' I'onvrir.'
Mächtig wirkt der Geist der Zeit, trotz aller Sperren, gegen das Böse,wenn das Gute noch vorherrscht, aber auch gegen das Gute, wo dasBöse einmal die Oberhand erhalten hat. Die Makkabäer, Phocion,Aratus und Brutus bekämpften vergebens den Geist ihrer Zeit, undKaiser Julian mag sein Blut gegen den Himmel gespritzt haben mitden Worten: „Du hast gesiegt, Galiläer!" oder nicht, der Geist derZeit hatte gesiegt, und römischer Kultus und selbst römische Legionenunterlagen diesem Geiste. Vergebens würde mau jetzt Kreuzzüge pre-digen, vergebens ein Hildebrand II. die Kronen unter seinen Pantoffelzwingen wollen; so viel das Gespenst Neu-Roms auch spukt, manfürchtet sich nicht, und die gebildete Welt lacht nur. Schade, daß derZeitgeist so oft der Schifffahrt gleicht, die jetzt über den ganzen Ocean^ hinführt, während die Alten sich nicht weiter wagten, als so weit siedie Küsten sahen, und das Allerschlimmstc, daß man so oft an desPropheten Mich« Worte erinnert wird: „Der Sohn verachtet denVater, die Tochter setzt sich wider die Mutter, die Schnur wider dieSchwieger, des Menschen Feind ist sein eigenes Hausgesinde. Nie-mand glaube seinem Nächsten, Niemand verlasse sich auf Fürsten.Bewahre die Thüre deines Mundes vor der, die in deinen Armenschläft!" -
Der Zeitgeist gleicht den Passatwiudcu und Strömungen im Meer;der vernünftige Schiffer schifft mit ihnen, aber nicht gegen sie, und diemoralische Welt hat ihre Gesetze wie die physische, wornach man sichrichten muß. In der moralischen Welt herrscht Ebbe und Fluth wieim Ocean, nur weniger sichtlich, aber wer sie beachtet, dem gelingt's;/ er kommt oft mit einer lächerlichen Thorheit wohlbehalten wie mit ders Fluth aus Land, während die nützlichste Wahrheit, die es mit derEbbe versucht, sich verliert in den weiten Gewässern. Ein Funkensetzt eine halbe Welt in Flammen, der zu einer andern Zeit ganzetrockene Scheiterhaufen im Walde nicht anzündet, und es steht mit demZeitgeist wie mit glücklichen Augenblicken; alle Anstrengung ist ver-loren, wenn man diesen Augenblick nicht ergreift, wie bei Schäfer-stunden und gnädigen Launen, oder bei Schatzgräbern, wenn dieG eisterstnnde schlügt.
* Hätte ich die Hand voll Wahrheiten, so würde ich mich wohl hüten, sie zu öffnen.