Iie Fortsetzung.
Protestanten hatten so gut ihr theologisches Zeitalter als Katho-liken, und ihr großer Vorkämpfer Luther vcrläugncte keineswegs denMöuch, wie seine Predigt von der letzten Posaune darthut. „So gehtes in der Feldschlacht, man schlägt die Trommel, die Trompetebläset: „Tara-tan-ta-ra, man Hort das Fcldgeschrci: Her! herl her!der Hauptniann ruft: Hui, Hui, Hui; bei Sodom und Gomorra wardie Trommete Gottes, da ging's Pumpcrle, pump, plitz, Platz, Schein,Schmier; denn wenn Gott donnert, so lautet es schier wie einePauke: Pumpcrle pump, das ist das Fcldgeschrci und die Tara-tau-ta - ra Gottes, daß der ganze Himmel und alle Luft wird gehen Kir— Kir — Pumpcrle Pump!"
Superintendent Greserus zu Dresden eiferte so gegen die Sper-linge in der Krcuzkirche, die er bannte, daß der Kurfürst noch andemselben Tage Bericht forderte: wie diese Vögel ohne sonderlicheKosten weggebracht und ihre ärgerliche Vögele! und hinderliches Ge-zirpe im Hause Gottes verkümmert werden möge. Das war dasgoldene Zeitalter der Hofprediger, und man konnte die Perrückcn dochnicht wie der Regent Frankreichs seine zuviel sich herausnehmendeMaitreffe Sabran vor den Spiegel führen: „Wäre es nicht Schade, miteinem so hübschen Gcsichtchen von Staatssachcn zu sprechen?" Mehr oderweniger sprechen diese Hvchwürdigen, wie der Beichtvater der spani-schen Königin, Jesuit Neidhard, zum Minister: „Der Mann verdientAchtung, der täglich Ihren Gott in Händen und Ihre Königin zuFüßen hat." Ueberall Bibclanstrich, und der protestantische Kirchenrockwar so gut als der katholische
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Die Osiander'schc Prcdigerfamilie herrschte in Preußen wie inWürttemberg L I» Luther, und da sie von einem fränkischen SchmidHvsemann abstammte, so hieß der heftigste und aufgeblasenste dieserMänner Gottes, Andreas Osiander, nur der Hosen-Aeudcrle, unddieser Preußische Zelote wurde wie ein Regent nach seinem Tode> Die listige Livröe der Hölle.