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habt ihr mir einen braven in den Pelz gegeben." — „Es ist mir leid,gnädigster Fürst und Herr, daß es nur in den Pelz nnd nicht in dasHerz gegangen ist." Die Antwort beweist, daß es ein so braver Manngewesen sein muß als der braunschweigische, der einst, da der Herzogam Sonntag jagte, was er doch selbst verboten hatte, am andernSonntag das Strafcdikt von der Kanzel ablas ohne besonderes Ab-kanzeln, worauf der Herzog sein Strafgeld richtig einsandte. Manmachte Bourdaloue einst das Compliment, daß er der beste PredigerFrankreichs sei: „O nein," sagte er, „sondern der Kapuziner vonSt. Antoine; aus seine Predigten haben Diebe schon Börsen undUhren zurückgegeben, die sie in den mcinigen gestohlen hatten." Eswar gewiß gut, wenn Friedrich Wilhelm I. von Preußen den Kammer-diener, der ihm den Abcndsegen vorlesen mußte, und statt: „Der Herrsegne dich," lesen zu müssen glaubte: „Der Herr segne Sie," anfuhr:„Hundsfott, lies recht, vor dem lieben Gott bin ich ein Hundsfottwie du!" Der Hofprediger Dominikus in Sachsen verglich einen Hof-prediger einem Mann, der einem Hasen das Fell abziehe; bis an denKopf gehe die Arbeit leicht, dann aber happcre es, und dies trug ihmvom Herzog einen neuen Rock ein. Es war immer besser, als wenn siedie Hofschmeichler machten, sich auf ihren Einfluß verließen nnd Andereverfolgten, ja im Gefühle ihrer Macht selbst nur schlechte Predigtenlieferten, und die, welche sich mehr Mühe gaben, Neologen ' schimpften.Derjenige, der dem Hofmarschall klagte, daß die Hofkirche immer soleer sei gegen die in der Stadt, mußte vernehmen: „Predigen EuerHochwürden in der Stadtkirche und lassen den Stadtpfarrcr bei Hofepredigen, und der Fall wird gerade umgekehrt sein." Das Gegenstückdazu möchte die Rede eines Freundes sein an seinen theologischenSchulkameraden, der Alles zum besten Landprcdiger hatte, nur keineStimme (worauf man wahrlich mehr sehen sollte als auf Hebräisch undGriechisch): „Alle Stimmen, Freund, sind für dich, nur deine eigenenicht!" Hat's noch nicht vergessen, aber auch seine Stimme, wieseine Freundschaft, ist noch die alte.
Alles hatte in dieser Zeit Mbclanstrich; die Hoflivröe HerzogUlrichs von Württemberg auf dem Acrmel sogar die Anfangsbuchstabender Worte: „Gottes Wort bleibt ewig," und als Gustav Adolph inDeutschland vorrückte, blies man von allen Thürmen: „Nun kommtder Heiden Heilandim Worte Sucd entdeckten tiefsinnige Theologendas Wort Oeus (Gott). Fürsten correspondirtcu mit einander über> NeucnmiMichNge.