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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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wenn wir uns mit der Tonognomie' beschäftigten? wir würden in deminteressantesten, aber auch verhaßtesten aller Wörter, im Ich, unge-mcin viel Neues finden, und in dem freundlichsten s'il vous plait dannum so leichter das il ms plait. ° Ich kenne einen jungen Herrn, derseine Gegenmeinung, selbst gegen seine Diener, stets mit einem „Er-lauben Sie" eröffnet, will aber lieber zu thun haben mit seines Groß-vaters : „Halt Er's Maul!"

Selbstliebe ist die Mutter der bürgerlichen Gesellschaft und Ge- !selligkeit, der ganzen Entwickelung unserer Körper- und Geisteskräfte, !>aller Wissenschaft und Kunst; aber auch die Mutter aller Uebel, der ihGewalt des Starken über den Schwächer», der Despoten und Priester, Ider Zwietracht und des Streites, der List und des Trugs unter Menschen-kindern. Selbstliebe in den Schranken der Mäßigkeit und Weisheitist die Quelle alles Glücks und aller Vollkommenheiten; blind undregellos aber wird sie der Anfang alles Unglücks und aller Leiden-schaften. Selbstliebe verhindert leider Selbstkenntniß, und woher sollohne diese Erkenntniß Reue, Besserung seines Selbst kommen? wiekann die Tugend Absolution ertheilen? und so fährt das Mensch-lein dahin in seinen Sünden! Paulus sagt zwar: „Unser Keiner lebtihm selber," und das Gebet des Herrn beginnt: „Vater Unser." Kantbeweist die Unabhängigkeit des Sittlichkeitsgesetzcs von dem Gesetzeder Selbstliebe; aber, aber Rochefaucoulds Maximen, der doch mehrin und mit der Welt lebte, sagen das Gegentheil auf jedem Blatte.

Sein Enkel entschuldigt zwar in einem Briefe an Smith den Groß-vater, daß er nur Höflinge gekannt, und zur Zeit der Bürgerkriegegelebt habe, äeux tüöütrss, sur lesgusls Iss üomiuos sont plusinauvais gu'ailleurs, ^ und es mag sein. Mandcvillc geht noch weiter,und offenbar zu weit; aber Helvetius, der edle Menschenfreund unddas Muster eines wohlthätigen Reichen? Eine witzige Dame vonWelt sagte bei Lesung seines Lsxrlt: „6'sst uu üomius, ^ui äit igsecrst äs taut le monäs," * und ich glaube, sie hatte Recht, und derPrediger hat sich durchaus nicht versprochen, der sagen wollte: „Ver-lasset euch nicht auf Fürsten, sie sind Menschen," aber sagte: „Ver-lasset euch nicht auf Menschen, sie sind Fürsten I" Ich junger Thorglaubte einst auch an die G6u6rositä des Adels, weil ich selbst dem-jenigen lieber gab, der es meinem Belieben anheimstellte, und wie

t Betonungs-Untersuchung. — r Wenn's gefällig ist? — Es ist gefällig. — » ZweiTheater, worauf die Menschen noch schlechter als gewöhnlich sind. — < Ei» Mann, derdas Geheimniß der ganzen Welt aufdeckt, d. h. der ganzen Welt die Wahrheit sagt.