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sondern solche befehlen und erzwingen will, wie der schlimmste allerTeufel Klopstocks Adramelech:
Vergehe, sei lieber nicht mehr, ehe du lebst und nicht herrschest!
Stolz ist eine sehr ernste, unangenehme, Eitelkeit aber oft einemuntere, gutmüthige Leidenschaft, in deren Gefolge gesellige Tugen-den auftreten, so wie beim Stolze in der Regel Wahrheit, Ehrgefühl,Festigkeit und Großmuth. Stolz ist ein Britte, Eitelkeit ein Fran-zose, Intrigue ein Italiener, und der Deutschen Tugend ist Demuth.Echter Stolz ist Gefühl seines innern Werthes und seiner Anstren-gungen, der mehr auf bleibende Achtung sieht, als auf vorüber-gehende Bewunderung und Ehren; der Ruf folgt ihm wie sein Schatten,bald voran, bald hinten nach, bald größer als der Mann-selbst, baldaber auch kleiner; Ruhm ist Schatten der Unsterblichkeit, zwar auchein Schalt n, aber noch solider, wenn wir das wirklich sind, was wirscheinen. Hochherzigkeit ist eine Tugend, die oft im Getümmel derLeidenschaft der Vernunft den Sieg erleichtert, die liebenswürdigsteTochter der Selbstliebe, und Selbstliebe das wahre Palladium edlerSeelen, so oft auch Eigenliebe mit ihr verwechselt werden mag. Ichglaube d m Stolze allein den Sieg über eine unwürdige Leidenschaft,die mich 25 Jahre quälte, zu verdanken zu haben, glaube, daß es we-niger niederträchtig in der Welt hergehen würde, wenn wir Alle ver-nünst'g stolz wären, und zu Paris hätte mir kein anderer SavoyardeStiefel und Schuhe reinigen und wichsen dürfen als der, den seinHerr, auch. ein Savovarde, fortjagte im Zorn. „Ich bin also nichtmehr in Eurem Dienste?" — „Nein!" — „Gut!" Er holte 2 Sonsaus der Tasche, setzte sich auf das Stühlchen und sagte: „Nun, soputzt mir meine Schuhe!"
Nichts ist mutiger zu vermeiden, als nicht für stolz gehalten zuwerden von gemeinen Philistern, die zu gemein sind, um das Nicht-gemeine zu begreifen, und der Schein des Stolzes ist unvermeidlichbei einer gewissen Größe, die relativ ist, und bei einem festen Cha-raktcr, gerade weil die Mehrzahl auch ohne Charakter ist. Aus diesemGrunde macht Bescheidenheit bei Verdienst eine so treffliche Wirkung,als der Schatten in Gemälden, und versöhnt die Eitelkeit und An-sprüche Anderer. Bescheidenheit, die liebenswürdigste Tochter der Selbst-kenntniß, und durchaus verschieden von der Kuttentugend Demuth,haschet nicht nach Auszeichnungen, drängt sich nicht zu, und wcrdciusie ihr, so nimmt sie solche mit Dänk an, ohne sich zu erheben; denn.