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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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dem er die Kost hatte, sprechen, n»d eine sterbende Edeldame sagteihrcni Kleinen, der vor dem eintretenden Prediger eine tiefe Bcrben-gung machte: „Nicht so tief, mein Sohn!" vnd starb. Damen gehenstets weiter als Männer, und haben vielleicht die Majestät des zurück-gebogenen Halses und Kopses dem Schwan abgesehen; besser wäre,sie hielten sich an den Storch, der auch Hochgeboren ist, so wie derHolzapfel auch von hohem Stamme stammt, und Schildkröten undSchnecken aus guten Häusern. Dies muß ein gewisser Herr von Arminnicht gewußt haben, der sich mit seinem Werkchen über dcnÄdel, Berlin1792, so lächerlich machte als Herr von Kotzcbue mit dein seinigeu,nur mit weniger Unverschämtheit und Selbstsucht; daher ich, dch derAdel so sehr französische Bücher liebt, dafür das Petit viotionnairsUltra ' empfohlen haben will. Die Idee Nation ist eine Idee desachtzehnten Jahrhunderts, folglich eine neue Idee, ja in manchcinalten Adelskopf eine revolutionäre, folglich sträfliche Idee, früher aberganz verzeihlich, wo gar viele Junker Hans weder schreiben noch lesenkonnten. Die Wcttcrauer Bauern, wenn im Korn viele leere Halmehervorragten, sagten: unser Roggen junkert, wie die Schweden von,Müßiggehcn ckunlcerra. Es wäre eine unserer Zeit würdige akade-mische PreiSaufgabe: Welches sind die zweckmäßigsten Mittel, der Ab-neigung zwischen Adel und dem gebildeten Bürgcrstand abzuhelfen?

Schon die Pharisäer, wenn der Nazarencr sie an den Rand ihrerWeisheit gebracht hatte, fragten: „Was will doch dieser Mensch? Ister nicht des Zimmermanns Sohn?" Und die Rajas Indiens nennengar das Volk Paria (infame Kerls), wie die Otaheiter Edlen llatuvinou(Lumpenhund, Kerls und Stiukcr), was man auch noch hie und daunter uns in reinen Gesellschaften vielleicht hören könnte. Ocffcnt-lich führt man aber eine humane Sprache, kramt selbst die liberalstenGrundsätze aus, gefällt sich aber doch am besten im steifen, etikcttcn-mäßigen Hofleben am Fuße des Thrones, in herablassender Gnädig-kcit gegen Niedere, und wohl auch grobem, hitzigem Poltern gegenDiener und Untergeordnete. Sehr genau messen Manche die Gradeder Höflichkeit noch ab nach dem Verhältniß der Stände, worüber sichallenfalls in offivio r nichts sagen läßt, aber es geschieht selbst inBädern. Man muß es nicht machen wie Commiucs, dessen Llöinoiroofür die Geschichte Louis XI. und Charles XIII. so interessant sind;er diente zuerst am Hofe Karls von Burgund und lebte so vertraut

... ' seines, während der Restauration in Frankreich erschienenes Buch, voll Spottuder die Ultraparlci und den alten Adel. — t Hm Dienstverhältnis.