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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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roi äu inonäo!' Der Stolze ist zu stolz, um eitel zu sein, aber Eitel-keit macht jene allgefälligen, jene oft lästig dienstfertigen Menschen,die sich überall einzuschmeicheln suchen, oft lediglich um des Lobeswillen: „Es ist ein artiger Mann, ein Mann oomme II kaut, einHofmnnn." Letzterer Ausdruck kam mir besonders komisch vor aufdem Lande, wo ein sonst gescheiter Landprediger besonders stolz aufletztem Titel war; er kannte gar keinen Hof, sein Hof waren dieHöfe der Neichsritter um ihn her, daher ich ihm einst sagte: „Siekönnen kein Hofmann sein, denn das sind ja keine Höfe; und wennsie Hösc kennten, würden Sie kein Hofmann sein wollen."

Unsere Altvordern thaten aus Eitelkeit mehr Bescheid im Becherals gutwar; selbst der sonst mäßige Cäsar nahm an Cicero's Tischegleich Andern sein Brechmittel dem Gastwirth zu Ehren, so wie eseinem.noch in meiner Jugendzeit übel genommen wurde, wenn manbei einer Gasterei auch nur eine Schüssel vorübergehen ließ. AusEitelkeit thun Wüstlinge und manchmal auch Andere in xunoto xunotiweit mehr als ihre Natur verträgt, wie Aerzte wohl wissen und auchdie lustigen Bruder. Nichts aber ist eitler als die aufgeblasene, win-dige Hoslivrse, die den Hut hoch über der Nase trägt, die Beine aus-spreizt, selbst wenn sie vor längern Leuten steht; die Hand im Busenund die Polhöhc des Hutes und ihr hochdeutsches oder gar französi-sches Patois zeigen die Grade der Narrhcit. Noch lächerlicher undeitler sind die Modenärrinnen, die lieber zu Hause geizen und hungern,als nicht in der Gesellschaft erscheinen in der neuesten Mode, die voracht Tagen aus Paris, Slraßburg, oder auch nur aus Stuttgart ein-gebracht worden ist.

Es ist doch bemcrkcnswerth, daß die meisten Narren in Narren-hüuscrn Götter, Kaiser und Könige, oder wenigstens Prinzen undMinister zu sein sich einbilden, in große Prinzessinnen verliebt sind,nur selten aber in etwas unter ihrem Stande. Unsere Komiker könnenwahrlich in ihren Schilderungen der Eitelkeit kaum, so wenig als beimGeiz, übertreiben, und die Erbsünde Eitelkeit spricht sich am schönsten,nicht in unsern Ansprüchen auf Unsterblichkeit, sondern in dem größtenaller Ansprüche aus, daß wir Ebenbilder Gottes sein wollen. Esist recht gut, daß noch manchmal vorlaute Jugend in jugendlicherEitelkeit Noten sich erlaubt, die aufmerksamer machen als alle Pre-digten der Eltern. Meinen alten Franzosen, einen trefflichen Kochund recht gescheiten Mann, mit dem ich gewöhnlich meinem mit Extra-

i Unser König ist der größte König der Welt.