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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Post vorauseilenden Souverain nachreiste, darf ich in diesem Kapitelnicht vergessen. Er war ein großer, schöner Mann, immer stattlichergekleidet als ich; wenn wir mit sechs Holstcincrn und einem schönenWagen vor einem Gasthause hielten, so nahm man ihn für den Herrn,man fragte nach seinen Befehlen; ich stellte mich gewöhnlich aus Fen-ster und sah so lange hinaus, bis er ein schmerzhaftes: „Jk nit Herrsein, dort is Herr!" von sich gab. Lange buhlte er um den Titel:Uaitro ä'bütol, ' so oft ich ihn auch fragte: »Ost sont äono los oni-sinivrs?" - Endlich erhielt er, statt Gehaltszulage, diesen Titel undwar glücklich!

In dem Wirrwarr unserer Zeiten und der Politischen Reforma-tion des Vaterlandes, wo so viele wackere Männer keine Staatsämtermehr zu bekleiden haben, und viele auch lieber quicScircn, als sich umneue Anstellung melden, folglich ohne Rang sind, trifft es sich nichtselten, daß sie, die ehemals Land und Leute zu regieren hatten, wiedie Angestellten, hinter den armseligsten Staatsdiener oder bloßenSupplikcnmachcr rangirt werden, und da haben sie die schönste Ge-legenheit, zu zeigen, ob sie eitel sind oder nicht. Förmliche Schlachten,wie 1063 in der Kirche zu Goßlar zwischen den Leuten des Bischofsvon Hildesheim und denen des Abtes von Fnlda über den Vorrangihrer Herren vorfielen, werden hoffentlich nicht mehr vorkommen, undwer weiß, ob noch jetzt der letzte Graf von Hanau, dem ein neuerFürst vorgehen wollte, solchen zürnend beim Rockzipfel ergreifen, undmit den heftigen Worten: „Ein alter Graf wie ich geht stets voreinem neugebackenen Fürsten, wie Sie!" hinter sich stoßen würde; erlächelte vielleicht bloß; aber bei Vielen wird doch ein gewisses unan-genehmes Gefühl rege, das manchmal Folgen hat iin Vaterlands derTitel. Das Wohlgefallen an sich selbst und an Kleinigkeiten gibt garVielen Freude, und am Ende ist's wohl gleichviel, ob diese FreudeResultat der Thorheit oder der Weisheit sei; aber freilich leidet belei-digte Eitelkeit, wie der Ehrgeiz, durch Versagung oft weit bitterer, alssie durch die Süßigkeit eines Triumphes erfreut wird, und kränklichenKörpcrchen schadet schon ein Lüftchen: waio —

I. a Iionte est äans Is erims (Vorrang) st nvn <Inns Issuppllss (dein Nachtreten). 2

»Ich habe den Fehler," sagte ein Eitler, „zuviel von mir zuhalten," und verdiente wirklich die grobe Antwort eines deutschen

> Haushofmeister, auch erster Küchenmeister. — ' Wo sind denn die Köche? — ° DieSchmach liegt „II Verbrechen, doch »immer in der Strafe.