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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Jener Rckrutc, dem der Korporal viel von Unsterblichkeit vor-schwatzte, war nicht zum Helden geboren: „Wenn die zn haben ist, sobitte ich sie mir doch vor dem Treffen aus." Viele haben in meinerZeit das Leben verlassen müssen; kein Wunder, wenn Andere lieberden Tod verließen. Wie war es möglich, aus Shakespeares Falstaffeinen Helden zn bilden, der so raisonuirtc: „Die Ehre beseelt mich,vorzudringen auf den Feind; wenn aber diese Ehre mich entseelt?Kann die Ehre ein Bein ansetzen, oder einen Arm? Kann sie denSchmerz einer Wunde stillen? Nein, die Ehre ist kein Chirnrgns.Was ist aber Ehre? ein Wort; was ist das Wort Ehre? — Luft!"— Es ist recht gut, daß nicht Alle so denken, und es sogar viele Män-ner gegeben hat und noch gibt, die keine Unsterblichkeit glauben, unddennoch für Nachruhm besorgt sind, und was noch schöner ist, die treff-lichsten, redlichsten Männer waren, und moralischer als MillionenKatechismus' Christen.

Ehrgeiz sitzt neben der Nachtlampe des Gelehrten, wie auf demThrone oder auf den Feldern des Todes. Uon oinuis moriar, > unddie Idee, nach dem Tode fortzuleben, hat etwas Süßes, sei es alsgroßer Mann und nützlicher Erfinder in der Geschichte, oder auch nurals Autor; ein Buch kann noch nach Jahrhunderten wirken, wenn wirlängst Staub und den Elementen wieder zurückgegeben sind. Uelin-guainus ullguitl, guo noo vixisss tostsinur, 2 und mancher denkendeMan» liefert doch etwas, was er ohne jenen Ehrgeiz nicht gelieferthätte, da manche Herren Verleger sich in einer ganz verkehrten Stel-lung mit dem Autor befinden, und ihn als ihren Fabrikarbeiter an-sehen und behandeln. Manchmal mag das Ehrgefühl zu weit gehen,aber in der Regel geht Schmnl, der das ganze nur als Handclswaarebetrachtet, seinen Gang: man ist in seine Hände gegeben, wenn manzn delikat oder groß denkt, ob es gleich besser wäre, gleich anfangsauszurufen: „Schmnl, hebe dich weg von mir!" Wir schreiben aufPapier, wir drucken auf Papier; Papier ist Lumpen, und so läuft dieUnsterblichkeit der meisten hinaus auf Lumperei!

Ehrgeiz schreibt seinen Namen auf Fensterscheiben, Wände undAbtritte so gut, als in Bücher der Philosophen, die von Verachtungdes Ruhmes handeln. Haller nannte die Ehre ein geschätztes Nichts,und niemand war ehrsüchtiger als Haller, vorzüglich als Joseph ihnbesuchte und an Voltaire's Ferncy vorbeifuhr. Ohne Gelehrte oder

> Nicht ganz werd' ich vergehe». — 2 Wir wollen etwas hinterlasse», wodurch wirbezeugen, daß wer gelebt haben.