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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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nichts als Jesus," und wünschte, daß man alle so leicht vertreibenkönnte.

Alles, was Narren macht, macht auch die religiösen Schwärmer;Stolz, Liebe, Halbwisserei, Einsamkeit, mystische Bücher und unver-ständiges Bibellesen; wer diese scheinheiligen Phantasten näher kennenzu lernen Gelegenheit hatte, wird vollkommen begreifen, warum schonChristus lieber mit Zöllnern und Sündern Umgang hatte, als mitden Schriftgelehrten und Pharisäern. Unter die wenigen sichernZeichen der Physiognomik gehören lange Ohren und hängender Kopf;man schließt ganz sicher : „Wer solche hat, ist ein Esel, denn alle Eselsind Kopfhänger mit Langohren." Noch heute freut mich — daherkann ich's nicht unterdrücken — unendlich, daß ich als achtzehnjährigerJüngling das Empfehlungsschreiben eines Hofpredigers an einen be-rühmten Theologen, dem ich zwar submissest aufwartete, nachdem ichihn in seiner Vorlesung, die er jedesmal mit einem Gebet eröffneteund dabei die Augen verdrehte wie Raphaels Mondsüchtiger, schongesehen hatte, in der Tasche ließ, als er mir auch auf dem Zimmersalbaderte, und zu Hause verbrannte, trotz der heiligen Ehrfurcht, dieich damals noch vor Allem hatte, was sich Professor nannte.

Hirnlose Schwärmer gehören zu den gedankenlosen Betern; vieleKatholiken haben durch das ewige Murmeln des Rosenkranzes einebesondere Mundfalte, wie die Schwaben von ihrem breiten Patois einbreites Maul, und viele alte Protestanten sind nicht ruhig, wenn sienicht im Jahre die Bibel durchgelesen haben. Wenn jene lateinischsingen und beten, ohne ein Wort davon zu verstehen, so singen diesehebräische Psalmen, die meist so wenig Passen als das Lied, das Büscheinen Lübecker Schiffer nach der glücklichsten Seereise singen hörte:„Straf mich nicht in deinem Zorn, großer Gott verschone," und wo-bei es so gedankenlos zugeht, als bei recht steifen Juden, die in ihrenKalender als NL. ein ch machen.

Unsere Gesangbücher enthielten noch vor Kurzem die komischstenPlattheiten, obgleich nicht zu läugnen ist, daß manches alte Kirchenlied,z. B. Luthers, weit kräftiger als neuere, und die sogenannte Verbesse-rung wahre Hansballhornerei ist, wie die: „Gott der Vater wohn'uns bei" in „Gott der Vater steh' uns bei." Se. Hochwürden, wohlgefüttert, dachten an Beiwohnung, die Bauern aber sagten: „wennGott der Vater bei uns wohnt, so bleibt er auch, wenn er aber nursteht, so kann er leicht weitergehen." Das bekannte Lied: „O du