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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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Auf dem Concil zu Constanz waren „Gemeinfrauen ob sieben-hundert, on die hemlichen, die laß ich belieben," aber freilich auch angeistlicher Mannschaft 25,836 Personen. Das Concil zu Trient zähltedreihundert üouestak merotriess, gnas Oortegianas vooant (und wieviele inüonostas?) *, während es auf dem Rastadter Congreß kaumein Dutzend gab. Auf dem Concil zu Constanz zählte man freilichfünfzigtausend Fremde, zu Rastadt höchstens achthundert. Ob sich daeine achthundert Dukaten machte wie zu Constanz, weiß ich nicht.

Aber einfacher als wir waren unsere guten Alten, bis nach demdreißigjährigen Kriege Frankreichs Sitten die Oberhand behielten,und die Reise nach Paris Mode wurde. Die Franzosen vollendeten,was im Grunde schon die Römer angefangen und die Kreuzzügevervollkommnet hatten. Herzog Wilhelm von Eleve mißfiel gewaltigzu Paris, weil er und seine Höflinge sich nicht oft genug den Bartputzten, zu viel tranken und so stark lachten, daß die französische Brautäußerte: „Lieber mit dem geringsten französischen Edelmann auf Stroh,als mit dem Herzog im Bette." Diesen Reisen nach Paris, die denAdel um Geld und Gesundheit brachten, außerdem daß Prinzen wieHofcavaliere von den Louis behandelt wurden, folgten bald französischeKammerdiener und Köche, Künstler allerlei Art und leider auch Er-zieher und Erzieherinnen, Maitressen und H. . . Der Thorschreiberließ diese Contrebande, vor welcher die bessern deutschen Schalksnarrenverschwanden, einpassiren unter den Namen Politesse, Adresse, Industrie,Galanterie rc. Man nahm es jetzt weit artiger mit den Damen, unddie politssso krau^aisö entwilderte die louräs atlsinanäs, 2 die jetztsogar nach Lavendel rochen. Alles war aiss französischen Ton; derspanische unter Carl X. hatte nicht länger gedauert, Friedrichs großePreußenhüte, lange Zöpfe und Exercitien auch; warme Getränke undTabak vollendeten den französischen Jammer. Unsere Ahnen vonsechs bis sieben Fuß wurden ihre Nachkömmlinge mit den jungfräu-lichen Gesichtchen, ihrer Zwerggestalt und Nervenlosigkeit weit lächer-licher gefunden haben, als die Höflinge Louis XIII. den ehrwürdigenSully in seinem altvaterischen Aufzuge; ich zweifle, ob unsere bärtigenEisenfresser sich damit begnügen würden, wie Sully zu sagen: „Sire,wenn Ihr Herr Vater mir die Ehre erwies, mich rufen zu lassen, soließ er allemal zuvor die Narren abtreten."

Unsere Alten genossen zum Frühstück Brod und Salz, wer es

> Ehrsame H . . . ., die man Courtisanen nannte — unehrliche. — 2 FranzösischeArtigkeit. — Schwerfällige Deutsche.