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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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hatte, auch Honig und Butter, Mittags Mehlspeisen und Brühen,eingesalzenes oder geräuchertes Fleisch und Speck, Abends nach vollen-deter Arbeit war Biertrinken die Hauptsache, Gemüse war noch wenigbekannt. Der Bischof Heinrich von Würzburg (si 1207) lebte so mäßig,daß man ihn nur den Bischof Käse und Brod nannte; man pflegteam Sonntag für die ganze Woche zu kochen. Mit dem Branntweinscheint aber der Durst zu-, und Verdauung und Eßlust abgenommenzu haben, und nun noch die warmen Getränke, Gewürze, Zucker undTabak! Hatte man sonst nur in Krankheiten Warmes getrunken, sokam nun der Trank China's, den holländische Aerzte in den Himmelerhoben, und vom Thee war der Schritt nicht weit znm Kaffee; dieJahre 1680—90 scheinen die unglücklichen Geburtstage des warmenGetränkes in Deutschland gewesen zu sein, und unserer Nerven- undhysterischen Uebel. Schon Pythagoras gebot, sich von Allem zu ent-halten, was einen schwarzen Schwanz habe, und die Italiener sagen:Obi ckorrns eogli vani, si leva oogli xulvi. '

Das dreißigjährige Blutvergießen hatte deutsche Nationalkraftgenug geschwächt, der westphälische Friede die deutsche Viclherrschafteleidiplomatisch begründet, und mit dem Verlust politischer Kraft verlorsich nun auch die physische durch warme Getränke, und deutsche Natio-nalsitte über französischen Modetand. Eine Hauptepoche des deutschenLuxus macht das Jahr 1700, wo die altfttrstlichen Häuser zu Nürn-berg beschlossen, sich den kurfürstlichen gleich zu stellen, die schon seitdem westphälischen Frieden mit den Königen rivalisirten; der Grafwollte nun auch Fürst, und der Ritter Graf sein, und so mehrtensich Hofgesinde und Soldaten, und Franzosen spielten fast an allenHöfen ihre Rolle. Nur die guten Reichsstädte blieben der alten Ein-fachheit so getreu, daß Rottweil der alten Kaiserstatue auf ihrem Rath-hause bei jedem Regierungswechsel einen neuen Kopf aufsetzen ließ,der ungefähr dem neuen Kaiser ähnelte; hätten sie nur ebenso leichtdem guten deutschen biedern Volke brittische Köpfe aussetzen können!

Banner und Torstenson hatten ihre Siege über Deutsche meistmit Deutschen erfochten, und gerade da, wo einst Varus Legionengeschlachtet wurden, wurden jetzt Deutsche von Franzosen und Schwe-den diplomatisch geschlachtet. Die Namen der deutschen Gesandten,Salvius, Vultejus, Lampadius, machten schon die Franzmänner lachen,und als letzterer der Herzogin von Longueville zum Zeitvertreib Er-lernung der deutschen Sprache anrieth, so lachte sie und ganz Parisi Wer mit Hunden schläft, steht mit Flöhen auf.