derduckt, daher ihr Name Complimentirb ock; aber war die Höf-lichkeit, die mau in Klöstern bumilltas super xolivss ' uanuie, nichttausendmal lächerlicher? Man stürzte nieder, die beiden Daumen insKreuz auf den Boden, was Dicken, die doch so häufig im Schooße deralleinseligmachenden Kirche zu finden waren, eine wahre Fleisches-kreuzignng sein mußte. Es scheint, man hält immer weniger vomBücken und Hntabziehcn; vor der Hand aber möchte ich doch derstudireuden Jugend Dedekinds Grobianus empfehlen mit den Wortenseines Uebersetzers:
Lies dies Büchlein oft und viel
Und thu' allzeit das Widerspiel.
Die Grüße der Alten und Ü71-Ä-, valo und oura ut valoas, 2was man Physisch und geistig nehmen kann, das salom (Friede) derOrientalen, sind sie nicht natürlicher und vernünftiger, als unseresklavische gehorsamste und allerunterthänigste Diener (ehe-mals gar Knecht), ja selbst »wer: „Wie befinden Sie sich?" Jedochist unser deutsches visum reportuin noch natürlicher als das: Oommontvous xortss-vousk worin man die ganze französische IsZoroiö erblickt,wie in ihrem >lo snis ravi, ebarinö. Des Italieners und Spaniers:6oms stn? Oorns sstn? ^ drückt schon mehr Ernst und Feierlichkeitaus, wie des Holländers: kloo vaart m^n Heer? ^ an ihr Seelebenund Trekschuit erinnert. Die Chinesen grüßen sich: „Habt Ihr EuernReis gegessen?" wie die Wiener: „Wo hoben's g'speist? Wie hoben'sgesscn?" nur daß das dort von Armuth zeugt, hier von Wohllebenund Ueberfluß. „Wünsche wohl gespeist, wohl geschlafen zu haben!Gesegnete Mahlzeit! Angenehme Ruhe!" sind doch schönere Grüße alsdas mönchische: „Gelobt sei Jesus Christ!" — „In Ewigkeit." Brit-ten und Deutsche haben das n viou, Ade der Franzosen angenommen;das alte: Gott befohlen! wäre deutscher, und verdoppelte Kraftzeigt der Brüten: Hov üo von äo? wenn es gleich an das jüdische:„Nichts zu schachern?" erinnert, daher ich ihr Voä bloss ^on ° vor-ziehe, was auch brittische Comforts bezeichnet. Ich weiß nicht, ob dasbrittische: Aons ok ^our airs, Llaäam! ° nicht noch höflicher ist, alsunser deutsches: „Nur keine Flausen!" In unserem Norden ärgerteich mich gar oft über das phlegmatische finstere Morn; desto freund-licher lächelt im Süden das heitere: „Schönen guten Morgen!"
i Daumen-Compliment. — 2 Sei froh, sei gesund. — Sei gesund, sorge dafür, datzdu gesund seiest. — 2 Thatbestand. — Wörtlich: Wie tragen Sie sich? — Leichtsinn. —Ich bin hingerissen. — Wie steht's? — ^ Wie fährt mein Herr? — s Wörtlich: Wiethut Ihr? — Gott segne Euch. — 6 Wörtlich: Keine Ihrer Launen, Madame.