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schönen großen Garten erblickte, den Ausruf: „Welch ein prächtigerExercierplatz!" und am andern Morgen sah Paul statt des herrlichenGartens einen mit Sand bestreuten Exercierplatz. Die Kaiserin Annaging einst zu Peterhof mit ihrem ganzen Hofstaat spazieren, sagte voreinem Bassin scherzend: „Hat mich wohl Eins von Euch so lieb, mirzu Gefallen dahinein zu springen;" im Augenblicke stand der ganzeHof im Wasser. Schon Peter der Große hatte das Niederfallen vorihm bei Knutenstrafe verboten, und vollends Alexander, der Menschen-freund selbst! Der Hof hätte ihm gerade durch solche Hundelei miß-fallen.
Die gute Maria Theresia hielt noch viel auf Etikette, und dochging Kaunitz von der Reitbahn hinweg in Frack und Stiefeln zu ihr,und das Erste bei seinem Eintritte war, ihre stets offenen Fenster zuschließen, und dann erst wandte er sich zur Monarchin. Joseph, demdie spanische Monarchie gewiß nicht über der Etikette entgangen wäre,wie Carl VI-, lachte nur darüber; er ging zu Fuß zu Kaunitz, undwenn aus seine Anmeldung der Minister sagen ließ: „Er sei willkom-men, aber er liege noch zu Bette," so trat Joseph lächelnd ans Bett.Der aufgeblasene Potemkin ging, während seine Vorzimmer von Höf-lingen wimmelten, mitten durch sie hin im nachlässigsten Morgenanzugzur Kaiserin, und sie that deßgleichen. Josephs schöne, unglücklicheSchwester zu Paris lachte über die Alfanzerei, die ihre Oberhofmei-sterin ihr zumuthete, und gab ihr den Spitznamen blsäams l'büignetts.Die Genannten verachteten aber darum den Anstand nicht wie Peter I.,der in die Zimmer der kranken Maintenon drang, Fenster und Bett-vorhänge öffnete, sie anstarrte und mit so wenig Umstünden jene wie-der verließ, als er in der Danziger Kirche machte, wo er dem regie-renden Bürgermeister seine Perrücke vorn Kopfe wegnahm und siesich selbst aufsetzte wegen der großen Kälte. Indessen war doch derKardinal de Lorraine noch gröber. Zu Turin reichte ihm die Herzogindie Hand zum Kusse, und er nahm sie beim Kopfe: „Wie?" rief er,„ich küsse meine Königin, und Sie sträuben sich, Sie, eine kleinedreckige Herzogin? Ich habe bei Damen, so schön wie Sie und ausebenso großem Hause, geschlafen."
Friedrich I., König von Preußen, hing wieder umgekehrt fest anEtikette und fand darin seine Größe; sogar der Tod seiner Gemahlinfreute ihn, weil er nun ein königlich Leichenbegängniß veranstaltenkonnte. Peter I. hatte sich alle Feierlichkeiten verbeten; aber er sch ickteihm dennoch sechs prächtige Hofwagen vor die Wohnung, während der