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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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und wobei die Hochwürdigen am besten sich befanden. Völker, dietiefer in Sklavcnkoth versanken, sprachen von Gnaden, oder gar vonEuer Barmherzigkeit, wie im Norden, und mit sklavisch-niedrigen Ge-sinnungen steigt Titelsucht. Der Römling ist stolz darauf, wenn ersich päpstlicher Stubcnfeger (seopators) nennen kann, wie der HinduHukadahas, Pfeifcuträger des Nabobs. Der oder die Leibeigene imNorden dünkt sich schon mehr, wenn er Stuben- oder Küchenknechtund sie Magd heißt; wie der polnische Jude, wenn er einen Krughält, sich Herr Pächter nennt, und so stolz darauf ist als die Vieh-magd, wenn sie zur Zimmer- oder Küchenmagd avancirt, und derStallknecht zum Zimmerbedienten. Welchen Werth setzen nicht nochheute unsere Handwerker darauf, ihrem Handwerk ein Hof vorsetzenzu dürfen? Mir ist noch heute unbegreiflich, wie ein Jugendfreund,der ein geschickter Chemiker, Botaniker, Mineralog und Hofapothekerwar, sich im Titel Hofsekretär gefallen konnte, und ein anderer garim Titel eines fürstlichen Kammerdieners!

Die alten Grafen von Württemberg blieben beim Grafentitel,während sie längst fürstliches Ansehen genossen, wogegen Andere sichFürstentitel kauften, die kaum eine Grafschaft hatten. Kaiser Max I.trug dem Grafen Eberhard den Herzogstitel an, und lange, langebesann sich der wackere Deutsche. Wie, wenn er wieder kommenkönnte? Plutarch bemerkt, daß Alexanders Generale ganz andereLeute wurden, als sie Königstitel führten; so viel vermögen Titelselbst über gescheite Männer, daß nian sich auf den Kopf stellenmöchte, was ich nun wohl bleiben ließ; aber den Rücken drehte ichMehreren, als sie aus gräflichen und fürstlichen Räthen großherzog-liche und königliche wurden; der Königstitel kostete Cäsar das Leben,ihnen den Verstand. Mehrere Bäter könnten ihren Söhnen kein rei-cheres Testament hinterlassen, als ihnen das lächerliche Von zu ver-bieten, oder sie wieder in den Bürgerstand wahrhaft zu erheben, obwir gleich unendlich weiter sind als Otahaiter, die beim Anblick einesdie Perrücke abnehmenden Britten glaubten, er habe zwei Köpfe (wirmüssen schon an einem zweifeln bei manchen Von); doch Von drücktauch Mangel aus in unserer Sprache. Unser Wort Herr kommtwahrscheinlich von Kgä? (heilig, hehre Zeit), und die Geistlichkeit hattedieses Prädikat zuerst; sie waren ja heilig, was sich auch im hollän-dischen ckomins erhalten hat. Gott sprach zu Eva: „Er soll deinHerr sein," und so war Adam der erste Titularherr, was forterbtewie die Erbsünde.