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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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raria' ist nicht bloß mit der größten Gelehrsamkeit, sondern auch mitWitz und Laune geschrieben — worum sal ^ — die Arbeit vielerJahre, die nur aus zwölf Bogen besteht und sich Lucian und Swiftzur Seite stellen darf. Sie ist so interessant, als Cervantes Reisenach dem Parnaß und Quevedos ebenso wenig gekanntes Werk-chen: Briefe des Ritters de la Tenauza (von der Zange), derein ganz eigener Mann war; nur die Weiber sollen geben; ein echterRitter von der Zange lese nicht einmal in einem Gebetbuche wegendes Wortes Gebet; der Name St. Nikodemus komme offenbar vonNitrit äennis;" man soll den Feiertag halten, daher sei ihm jeder Tagein Feiertag. Gracians, eines Jesuiten, Criticon, wo er die jedemAlter eigenen Leidenschaften schildert, verdient genannt zu werden, undseiner ^guctoru F arte äst ingenio 4 haben Nur bereits oben gedacht:auch den Jesuiten Jsla darf ich nicht vergessen, der, währendCervantes die Ritternarren geißelte, diesen Liebesdienst den Narrenauf der Kanzel in seinem Bruder Gerundiv erzeigte; aber wie vieleHiebe dieser beiden Witzgeister mag nicht die Inquisition aufgefangenund auf immer in ihren finstern Gewölben begraben haben!

Die Franzosen, die Nachbarn jener tiefgesunkenen Nationen, sollenErsatz leisten, und Meister Rabelais an ihrer Spitze stehen, ob ergleich jetzt halb veraltet ist, und sein Gönner, Cardinal du Bellay,der alle, die Rabelais nicht gelesen hatten, am Bediententische speisenlassen wollte, würde jetzt auch anders denken; er nannte es nur dasBuch (x»r exooUonoo), wie wir sprechen: die Bibel, und vielleichtlasen auch Seine Eminenz in letzterer weniger als in ersterem. FranzCorbeil, genannt Villon, ist zwar älter, aber roh, wie Desperiers(iFwbsluM ruuuäi, volot, Clemangis Wilhelm de St. Amonr rc. undandere lateinische Satiriker, oder die Provenqalen, deren Siebentes °sich meist an Rom und den Pfaffen reiben, aber auch zu Zeiten eben-so derb an den Großen. Franzosen sind unter allen Nationen diereichsten an Satiren, und unter ihren älteren Satiren ist wohl dasBeste: I,s oabinst satirigus 2 vot. 1632. 8.

Franz Rabelais, geboren im Jahre 1483 zu Chinon en Turenne,war zuerst Franziskaner, dann Benediktiner, dann Weltpriester undendlich Mediziner, und dann wieder Weltpriester zu Meudon, wo er

t Wissenschaftliche Republik. — ? Nichts als Salz. — 3 Wir wollen nichts geben.— e Schärfe und Feinheit des Geistes. — 5 Poetische Personenfchildernngen theils lobend,theils tadelnd.

BemokritvS. VIII.

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