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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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im Jahre 1553 starb. Seine Wohnung stand gleich unter der herr-lichen Terrasse, auf der einst das Schloß Meudon stand, und gewißstanden viele Reisende, gleich mir, auf dieser Terrasse, und dachten anRabelais. Die Bettelkntten verfolgten ihn, weil er zu viel stndirte, undden Benediktinern war er zu lustig und spöttisch, wenigstens hängte ereinst alle Musikinstrumente, die er besoffen gemachten Bauern hinwcgnahm,als Trophäen in die Kirche; wie er aber zu Montpellier als Doktor zueinem so großen Rufe gelangte, daß noch lange nach seinem Tode die Dok-torandi seinen Scharlachrock, auf dessen Kragen die Buchstaben l?-6. R.standen, bei ihrer Promotion anzulegen pflegten, bleibt räthselhaft, odersollen wir annehmen, daß die Fakultät einen gewissen Zusammenhang zwi-schen ihren ernsten, tiefen Lehren und Rabelai's Possen und Schweinereienfand? Sollte gar das Sprüchwort daher kommen: „Sei der Herr keinDoktor?"

Sein berühmtes Werk ist eine beißende Satire auf Kirche undStaat, sein Fresser Gargantua soll Franz I-, gimnä gousisr (Groß-kehle) Ludwig XII., sein Säufer Pantagruel Heinrich II., die islo son-nants (Lärminsel) England, und die isls xaxaÜAns (Papstfcige)Deutschland bedeuten. Die Erziehung des Gargantua und das Kapitelvon den toroksouts (H.... Putzer) gelten der Prinzenerziehung seinerZeit, und der Krieg um einen Brodkarren dem zwischen Franz I. undCarl X.; indessen würde es nicht schwerer sein, den Plan von Pal-myra und Persepolis anzugeben, als den Plan eines im beständigenPhantasietaumel und von einer abenteuerlichen Scene zur andernfliegenden Dichters, der von einer Posse und Zote in die andere sinkt.Es war im Geschmack seiner Zeit, daher gefiel sein Dien St Iss xla-nötso, kaisons los xlatsnots — I'apxstit viont an MLNAsaut st Insoik s'on va-t-sn bnvant,' wie sein Gargantua, der schon bei seinerGeburt rief: L Kairo!? Rief nicht selbst der Sohn Gottes: „Michdürstet?" Gerade solche Possen und seine versteckten Allegorien machten,daß sein kühnes Werk nie verboten wurde und siebenzig Auflagen er-lebte, und der schnakische Pfarrer geachtet wurde und ruhig heimgingmit den angeblichen Worten: 4s m'on vais okoroksr an granä xsnt-Htrs; tirS 2 tos riäoanx, la karos ost gouss. ^

Von jeher hat man bei dem Tode berühmter Männer viel zusagen gewußt und, waren sie Freidenker, entweder sie reuevoll sich be-

i Gott machte die Planeten (klauötss) — machen wir die Schüsseln leer (xiatsustk)— Appetit kommt beim Essen, und Durst geht beim Trinken. (Sprüchwörter, die allge-mein gebräuchlich, aus Rabelais genommen sind.) — 2 Mich dürstet. — s Ich gehe jetzt,um ein großes Vielleicht aufzusuchen; laßt den Vorhang fallen; das Stück ist zu Ende.