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und nur schöner vorgetragen, ob er gleich im Ganzen immer eineschmutzige Kneipe bleibt und es schwer ist, die grelle Mischung einigerguten Einfälle mit den albernsten Dingen, Wortspielen und Allegorien,die ihre Zeit wie ihre Verständlichkeit überlebt haben, zu verdauen.Wie Rabelais „eine PanacSe gegen Betrübniß und eine Zerstreuungin Krankheiten" sein soll, begreife ich nicht, welchen Zweck er jedochselbst angibt, nach Hippokrates Vortritt, indem er die Arzneikunst miteinem Posseuspiel vergleicht, das der Arzt, der Kranke und die Krank-heit miteinander aufführen, eben so wenig als das, wie der ernsteDethou das Werk iugsniosissimnm Opus, in gno oinninin oräinninhomiues äsriäsnäos proposuit > nennen mochte. Ich weiß, daß auchLafontaine ihn hochschätzte, Sterne über ihm Umgang und Amt ver-gaß, als eine neue Ausgabe erschien. Bayle nennt ihn: antsur bonk-kon, mais plein ä'ssgrit st disn iustruotifi ^ selbst der finstere Rous-seau spricht vom xoutil inattrs p'rau^ois, b und der große Lacher Vol-taire, der ihm viel Böses nachsagte, in reiferen Jahren aber ihn besserstudirt haben mochte, bereut in einem seiner Briefe vom Jahre 1760seine Kritik und nennt ihn lo Premier äss bons bouiko.ns. ^ Mansetzte ihm die Grabschrift:
rillton, prmoo äll somvrs emxirs! > Rs?,oiz ausourä'Im! Rabelais,
Oü Iss tiens ns risut Haruns, ^ tu aurns äs quo! rirs! ^
Ich kann diesen Meinungen nicht beitreten — und Meinungensollen frei sein — aber Rabelais auch nicht so heruntersetzen, undrabie laesum ° nennen; er vertritt mir lange nicht die Stelle einesCervantes und Quevedos, Sterne-oder Swift, Wieland, Thümmelund Jean Paul, aber ist auch kein Buch bloß für die Kanaille, wieder finstere Moralist Labruyöre will; stets blickt der helle Kopf her-vor, der die Thorheit überschaut, aber gerne Karikaturen liefert undBouffonnerien, vermischt mit Ernst und viel Gelehrsamkeit; überallein Zötchen, wo es sich anbringen läßt; so war der Geist seiner Zeit,der den kraftlosen Kinderbrei der Decenz des neunzehnten Jahrhun-derts nicht kannte. Es ist ein Unterschied, ob ihn ein Franzose, ver-traut mit der veralteten Sprache und der Zeitgeschichte, oder ein Aus-
t Ein sehr geistreiches Werk, worin er alle Stände der Menschen dem Spotte bloß-ftellte. — 2 Ein Possenreißer, aber voll Geist und sehr belehrend. — ^ Artiger MeisterFranz. — 4 Den ersten der guten Possenreißer.
s Pluto, du Fürst im finstern Reich, l Empfang hier Rabelais und gleich
Worin die Deinen niemals lachen, ! Wird er dich lachen machen.
6 Tollhäuslerisch.