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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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lcinder liest, und ob man ihn studirt oder behandelt wie ein. gewöhn-liches Lesebuch zum Lachen. Rabelais hat noch ein großes Neben-verdienst; er bildete seine noch rauhe, übeltönende Muttersprache, daßsie die Sprache Europa's werden konnte.*

Nach Rabelais und den gleich veralteten Marot und Ronsardmöchte ich Eticnne und Brantome vorziehen; jener wühlte die FabelnHerodots in seiner ^.xologis ä'tlSroclots ' bloß darum, um die neue-ren Fabeln der Mönche desto lächerlicher zu machen, und es ist ihmgelungen. Er nennt die Anbeter der Reliquien oder HeiligenknochenTheophages;^ das Buch erlebte vierzehn Auflagen, und Etienne oderStcphanus mußte flüchten, erfuhr in Auvergne's Bergen, daß manihn zu Paris in eüigis° verbrannt habe, und schrieb zurück, „daßes ihn nie mehr gefroren habe, als zur Zeit, wo er zu Parisvcrbranut worden sei." Das Buch ist so selten, als Beza's Uax-xoinouäo xrixistiguk. Der im Jahre 1614 verstorbene HöflingBrantome, den seine Zeit den Poeten der Fürsten und den Fürstender Poeten nannte, schrieb Viss äes ckainss galantes, ^ die hoffentlichmehr lustige Satire als reine Geschichte sind; die Ehre der Frauenist ihm so gleichgültig, als die Moral der Männer; aber er wurdevon beiden Theilen verschlungen, wenigstens heimlich. Canonicns Reg-ister, alt im dreißigsten und todt im vierzigsten Jahre, weil er lebte,wie er selbst sagt:

^'ai sans nul pensemsnt, I Lt ll m'ötonne kort, xour^uo!

AIs laissant aller cloueeinent > I^a naort ose sonder L moi,

^ la bonris loi naturelle, j tzul ne sonKeait ^aruals L eile. ^

Regnier ist ebenso cynisch als Brantome, aber was Boileausagte, gilt noch heute: Hans son visux st^ls snvois il a ckos gravssnonvollss,° und seine gediegenste Satire möchte Hos graucks 8sig-nonrs sein, die noch heute gilt und schon zur Zeit des Horaz gegoltenhat, der sich als Römer nur in zwei Versen ausspricht:

* Oeuvres äe Ladelais. 1741. 8 Vvl. 8. mit Picards Kupfern ist die beste

Ausgabe. Ein Dr. Eckstein hat ihn ins Deutsche umgearbeitet im Jahre 1785, aber wie?Ich ziehe die freie Bearbeitung unseres alten humoristischen Fischart noch vor. Wer ihnhätte verdeutschen sollen? Der Verdeutscher Montagne's und Sterne's — Bode.

i Rechtfertigung Herodots. — 2 Götterfresser. — s Im Bilde. — * Lebensbeschrei-bungen galanter Damen.

b Ich lebte stets gedankenlosUnd wählt mir das bequeme Loos,

Nach dem Naturgesetz zu leben;

So staun' ich setzt auch, frei gesagt,

Warum der Tod es bat gewagt.

An mich zu denken; Tag und NachtHab' ich an ihn noch nie gedacht.

6 In seinem alten Stil noch zeigt er neue Reize.