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Schiff von Zürich in Versen ist aber eine Plattheit, wie die Floh-hetze; in seinem Bienenkorb des heiligen Reichs züchtigt er diePfaffen, und dieser Korb ist schon besser, wie auch sein aller Prak-tik Großmutter, podagramisch Trostbüchlein und philoso-phisches Ehezuchtbüchlein (wohl das beste); dem Bienenkorb liegtaber das bekannte niederländische Original zu Grunde. Flügel hatsiebenunddreißig Flugschriften von ihm verzeichnet, die selten sind,und gar seltene Schriften sind meist unbedeutende Schriften, und vonFischarts Witz mag ich nichts ausheben, als daß er ünis stets elsäßisch-deutsch gibt: Win-us!
Sollte ein Kalbskopf, wie Moscherosch eigentlich hieß, nicht vor-zuziehen sein, oder Philander von Sittenwald, wie er sich vor seinenVisionen nennt? Dieser Elsäßer, Erzieher eines Grafen von Lcinin-gen, dann Amtmann und zuletzt Kanzleirath zu Hanan (gest. 1669),hat uns ein Buch voll Gehaltes und trefflicher satirischer Stellen ge-liefert, dem zwar Quevedos bekanntes Werk zn Grunde liegt; aberder Spanier, der freilich eleganter schrieb, hat nur sieben Visionen,Moscherosch vierzehn, folglich ist sein Werk mehr Eigenthum als Ueber-setzung, zumal allerwärts Paraphrasen sind. Moscherosch war einLieblingsschriftsteller seiner Zeit mit Recht, was seiner Zeit zur Ehregereicht, und ist heute noch besser als hundert Modervmane und schön-gedrechselte schöngeisterische Schriften. Unter den vierzehn Visionensind wohl die Hvfschule und das Soldatenleben die bessern, und derTitel seines Werkes mag dem Mitglied der fruchtbringenden Gesell-schaft den Beinamen „der Träumende" verschafft haben, der aber besserträumte und nützlicher, als viele Wachende, die schreiben.
Laurcnburg, Professor der Mathematik zu Soroe, schrieb in platt-deutscher Sprache vier Scherzgedichte, die mit den zehn satirischen Ge-dichten des Rector Rachel zu Norden mehrmals zusammen ausgegebenworden sind. Das beste ist wohl der Ausfall auf die Nachahmungs-sucht der Deutschen, die aber noch heute nicht Hinweggelacht ist, undRachels Kinderzucht. Feinheit muß man bei diesen Nordländern nichtsuchen, und so schließt Rachel ohne Anstand jene Satire, wo der Gei-zige bereits Alles weg hat:
Was mehr noch? willst du mehr? Ich weiß noch einen Schatz,
Den heimlich hat verscharrt des Nachbars graue Katz;
und eine andere:
Wenn selber Heraklit den Plunder sollte sehen,
Er ließ — mit Gunst! vor Lachen einen gehen.