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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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Der Hamburger Prediger Schupp bat unter seinen Erbauungs-schriften recht gute satirische Aufsätze, wie z. B. Salomo der Regen-tenspiegel; Nichts; äs tank vapring.; Corinna; Kalender; die Einbil-dung; die Kunst, reich zu werden; äs rsxutations avsäsmies; derFabclhans; der deutsche Lucian; äs ratious status; die Almosen-büchse; der deutsche Lehrmeister; der bekehrte Florian rc.; alles diesist nicht zu verachten, wenn auch gleich zwischenhiuein das Gebet einesSoldaten vorkommt, der Nachts auf Schildwache kommandirt wird.Das Werk täuscht unendlich weniger, als mich ein altes bairischesProdukt täuschte: Albertini Hirnschleifer.

Grvphius, Wernike, Günther, Neukirch, Logau, Kanitz dürfenWir nicht ganz vergessen, vorzüglich letzter», dessen Geizhals beweist,daß er mehr sein würde, wäre er kein flacher Höfling gewesen, undwären seine Gedichte nicht vor dem Druck durch fromme Hände ge-gangen. So behandelt auch ein Ungenannter in seiner abenteuerlichenWelt rc. 1718 gar nicht uneben: Trunkene Weiber und gutwilligeMänner; Liebesromane und Pietisten; Nürnberger Regcntücher undSchnupftabak; Tanzen und Küche L la nwäs; Komplimente und alteHagestolze ; das Geld und die vertheidigten Satiren; Kaufleute undReifschürzen, Kinderzucht und Poeten. Die berühmten Juristen Gnnd-ling und Thomasius zeigten satirischen Witz, jener in seinen Otüs undin einer kleinen Sammlung kleiner satirischer Schriften, und dieserergoß die Galle in seinem' literarischen Journale, ein geschwornerFeind aller Pedanterei und Glcißnerei der Theologen. Thomasiusliebte mehr als Alles lustige Bücher, sein lachender Witz stiftete inseinen Vorlesungen viel Gutes, aber das Oäium tüsoloxienm > »er-folgte ihn, und so wurde er ernster. Indessen paßt der Satyr beidernicht mehr in unsere Zeit, wohl aber die vergessenen Träume Krü-gers, der selbst in seiner Experimentalseelenlehre das Satirisiren nichtlassen konnte. Recht kahl stehen aber die Herren von Justi, von Heßund Klotz da mit ihren kleinen scherzhaften und satirischen Schriften,und besser noch sind Löwens satirische Versuche und Rautenbergs sati-rische Schriften, für den schon die erste Abhandlung den Kleinigkeitenein gutes Vorurtheil erregt, da seine Zeit solche Kleinigkeiten fürWichtigkeiten nahm, und noch heute bloß die Namen verändert sind.

Höher stehen Liscov und Rabener; beide hatten Talente, hieltensich aber an Thorheiten gemeiner Art, wußten es auch wohl, und dieZeit war noch nicht gekommen, wo man Nationalvorurtheilcn, den

i Haß der Theologen.