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einem Paar gesunder Finger schmieren sie äs owni soibili st äs gui-bnsäaw Es,' schweben umher wie ihre Namensvettern, beschmutztenWände, Fenster und Spiegel, verirren sich auch nicht selten und stoßenmit den Köpfen an; auch macht eine hie und da tadellose Schwalbenoch keinen Sommer.
Wir Deutsche glänzen einmal nicht in der Satire, können unddürfen nicht wohl. Warum? — Ganz erklären kann und mag ichdas Ding nicht, ich wäre sonst kein Deutscher; aber anfangen dürftenwir doch jetzt, uns freier zu bewegen, und von der alten Diskretionund Bescheidenheit, scheint es, sind wir ziemlich zurückgekommen, vonder Jean Paul spricht, daß keine deutsche Familie, wenn sie auch einenVoltaire zählte, je zugeben würde, daß ein Lemaire einen in Gold ge-faßten Zahn des alten bissigen Herrn Vetters im Ring trage; Gallwürde schön ankommen, wenn er sich gar einen Familienschädel aus-bäte; Alles muß ruhen in heiliger Erde. Diese schildbürgerliche Dis-kretion, die auch so viele Hundeinagere Biographen erzeugt, weil gutecharakteristische Anekdoten compromittiren könnten, unsere Gutmüthig-
keit und Höflichkeit, und-erlauben uns nicht, Vater der
besten Satire zu werden, oder uns, wenn auch der Geist trieb, alsVater des Kindlcins zu bekennen. Noch nach durchgemachter Revo-lution fallen wir vor denen nieder, die vornehm und reich sind, unddie letztern sehen auch darauf, daß mau sich nicht emancipire; wirsind und bleiben ein gutmüthiges, treuherziges, passives Volk, keinpolitisches Volk; raisonniren dürfen wir etwas, müssen aber schweigen,sobald einer sagt: „Nicht raisvnuirt!" und wir schweigen und bebenwie vor einem barschen Wer da I in der Stille der Mitternacht.
Es gibt eine deutsche satirische Bibliothek, Frankfurt 1760—1765;aber was damals Satire war, geht jetzt nicht mehr, obgleich die Kin-derprobe der alten Deutschen; neues Lehrgebäude von Gespenstern;Verzeichniß seltener Jungfern, die an den Meistbietenden (Gcringst-bietenden wäre noch besser) überlassen werden; Verzeichniß derer, diein der Walpurgisnacht auf dem Blocksberge gewesen rc., nicht zu ver-achten sind. Der Plan einer Satirensammlung im Journal von undfür Deutschland ist gut, aber nicht verwirklicht worden; ob Publikumund Verlegern nicht mit einer Sammlung solcher deutscher Satirengedient wäre, die als Flugschriften sich verfliegen und verloren gehen?Ich kenne mehrere, selbst politische Satiren, die gerade am wenigstenunser Fach sind und wahrend der Congrcsse erschienen, die mir eini Ueber alles Wigbare und über einiges Andere.