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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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Euler, von Friedrich nach Berlin gerufen, ging dennoch wiedernach Petersburg, weil er ein Witzwort des Königs nicht verschmerzenkonnte. Es war die Frage, ob der neue akademische Kalender ver-pachtet oder in Selbstverlag genommen werden solle? Ersteres wardauf sechzchntausend, letzteres auf zwölstauseud Thaler Ertrag be-rechnet, und Euler war für letzteres; da rescribirte Friedrich:„Ich habe zwar kein Werk über krumme Linien geschrieben, weißaber, daß sechzchntausend Thaler mehr sind, als zwölstauseud." Fried-rich mußte immer zu necken haben, und so läßt sich erklären, wie erauch Leute ohne alles Verdienst um sich leiden mochte, wenn sie nurseinem Angriff mit einer witzigen Dreistigkeit zu begegnen wußten;aber nicht immer konnte er ertragen, wenn man den Stiel umdrehte,wie Zimmcrmann bei der Frage: „Wie Viele haben sie schon in dieandere Welt gesandt?" — „Lange nicht so Viele, als Eure Majestät,und auch mit weniger Ruhm." Am härtesten mag es der beste seinerFranzosen, der schüchterne Verfasser der Isttros ckutvos, vbiuoisos stvadatistigues, Marquis dÄrgens, gehabt haben. Seidlitz aber ließnie mit sich spaßen, und ein anderer General, den Friedrich in desersten Gegenwart neckte, sagte: „Sagen Eure Majestät einmal so wasSeidlitz." Friedrich blieb immer König und war Mann! Ich hätteihn mit Kaiser Franz sehen mögen nach der Schlacht von Austcrlitz,zu Tilsit, Erfurt und Dresden — ha, wie Vieles wäre nicht so ge-kommen! Friedrich hätte es in dem langen Kriege, den wir erlebten,manchmal gemacht wie der Spötter St. Germain im siebenjährigenKriege bei der Armee der Franzosen, bei dem sich ein Adjutant Cler-monts nach der Stellung des Feindes erkundigte: „Sie wollen wissen,wo der Feind ist? kommen Sie." Er führte ihn ans Fenster und richtetedas Fernglas nach dem Hauptquartier der Franzosen — „Was sahenSie?" — „Unser Hauptquartier." — »Lou, voitä l'snuemil" »

> Sehen Sie, das ist der Feind!