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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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schieden, daß diese sich an etwas anlehnen, sie aber mehr reine Objek-tivität ist nnd das Subjektive (ihre Meinung) bloß errathen läßt; nurTon, Miene, Acccnt verrathen etwa ihr Jncognito. Ist sie allzu ver-steckt, so wird sie unverständlich, und ist sie allzudeutlich, so wird siegrob und zur Persiflage. Noch habe ich die Rede eines Fürstengeue-rals nicht vergessen, der mich reiten sah und mir sagte: „Sie reitenein treffliches Pferd, wahrscheinlich sind Sie auch ein trefflicher Reiter!"Unter allen komischen Zuchtmitteln ist Ironie dem Ernste am nächstenverwandt, daher sie auch meist bitter schmeckt, und Männer und Alteneigen sich mehr dahin als zur lachenden Laune, Satire und Scherzen.Cato, der gar viele Fehler hatte, hatte auch den, noch i-m hohen Alteraus Bosheit zu hcirathen, und sagte dem unzufriedenen Sohn: „Ichhätte gerne noch mehr Söhne wie du einer bist!"

Ob wohl die Richter Sokrates verdammt hätten, wenn er sich,nebst dem, daß er langweilte, wenn er so recht in den Katechismushineingerieth, der oft kindischen Fragen, die ihm sein Genius unmög-lich eingegeben haben kann, hätte enthalten können, vorzüglich seineshöhnischen Lächelns, wegen dessen ihn Zeno Lonira attivus * nannte,und das selbst heute noch ernste Richter verdrießen würde. Er starbsogar mit einer Ironie im Munde: „Kriton, wir sind Aescnlap einenHahn schuldig!" so wie etwa ein Katholik sagen würde: „Eine schöneWachskerze!" Der Weise von Nazareth, den man znm Verdruß derTheologen so oft mit Sokrates verglichen hat, steht in vielen Dingenhoher, und so auch in der Ironie, wenn er mit Pharisäern anbindet;seine Parabeln sind meist witzige Ironien, z. B. der Schluß vornHanshalter: „Nun, macht euch Freunde mit dem ungerechten Mam-mon, auf daß, wenn ihr darbet, sie euch aufnehmen in die ewigenHütten." Ironie kann man häufig unter dem gemeinen Volk finden,und ein Bauer sagte unlängst einem andern, der ihm eine Kuh an-hängen wollte: „Sie gibt des Tags zehn Maß Milch." — „Ja, dakann ich sie nicht brauchen, mein Weib hat nicht so viele Häfen."

Engel in seinem Lorenz Stark hat den ironischen Charakterallerliebst gemalt; der wunderliche Alte, bei dem die Weiber selbstnichts ausrichten konnten, so listig sie es angriffen, weil er nach Grund-sätzen handelte, brachte einst seinen Sohn im Comptoir in den höchstenZorn, als Gold verlangt wurde und nichts in der Kasse war; mitdem Blick auf die goldgestickte Weste des Herrn Sohnes sagte er:„Mein Sohn hat das Gold verarbeiten lassen." Dieser machte nuni Attischer Spaßmacher.