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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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nur ein Kind gegen ihn; er ist wie gemacht für Franzosen und nochheute bewundert und gelesen; wie hätte man sonst 1812 bei DuclosVerlassenschastsversteigerung für seinen Stock 1650 Pfd. Sterlinggeben mögen?

Und wir Deutsche, wir Pflegen Voltaire zu tief herabzusetzen, wäh-rend ihm die zu hoch von uns bewunderten Britten, Robertson undGibbon, zugestehen, daß sie in historischer Kunst viel von ihm gelernthätten. Unsern Historikern scheint es an Geschmack zu fehlen; Witzerscheint ihnen ohnehin für den Ernst der Geschichte, selbst wenn sol-cher der Wahrheit huldigt, tadeluswerth; Viele sehen gar noch liebernach Citaten, als nach dem Geiste, und was ist Geschichte eigentlichanders, als eine Satire auf die Menschheit? Indessen möchte ich ge-rade in diesem Fache am wenigsten Voltaires Vertheidiger machen;Voltaire hat längst aufgehört, mein Abgott zu sein, wie der trübsinnigeSophist Rousseau auch; aber schwärmte nicht auch der große Friedrichfür den Erstern? Wo sind unsere Voltaire und Rousseau? Voltairehatte, weit mehr als Jean Jacques, ungeheuren Einfluß auf ganzEuropa.

Witz und Hang zum Spott, feiner Takt für alles Lächerlichemachte Voltaire zum Nationalheiligen Frankreichs und zum Abgottdes nordischen Salomo. Wenn jener böse wurde, daß er, verglichenmit Arnould, schon a sou oouoüairt sein sollte: ^lr guslls sottisslgn'il so msle cks rsgusr! 1 wenn er keine Citrone sein wollte, dieman auspreßt und dann wegwirft, und der König wieder umgekehrtseine Poesien für mehr als schmutzige Wäsche ansah, die Voltaire rei-nigen sollte und nicht aus sich kommen lassen wollte, daß sein Anti-macchiavell bloß in die Schüssel gespieen habe, um Andern die Eßlustzu vertreiben — so vereinte gemeinschaftlicher Spottgeist beide bald wie-der. Friedrich gab dem Dichter weit mehr nach, als der Dichter demKönig, sagte ihm aber doch schon 1750 echtdeutsche Wahrheiten, wäh-rend d'Alembert schmeichelte. Lies vous sage ä soixauts-äix aus, ax-xrsuer cls guol st^Is il vous oonvisut äs in'svrirs; sowxrsueo gn'il7 a ckss libortss permises st äss iwpsrtinsnoss iutolsrablss. 81voas n'uvisr xas su atkairs ä, an kou aiuoursux äs votrs boan gsiiis,vous ng vous 6n seriös tirs pas aussi bisn. ^ Friedrich schrieb diese

* Im Untergehen. — Welche Dummheit! er (Friedrich) bekümmert sich um die Re-gierung (und nicht um mich). — Seid Ihr mit 70 Jahren verständig, so lernt, in wel-chem Stile Euch geziemt, mir zu schreibe»; begreift, daß es erlaubte Freiheiten und uner-tragliche Impertinenzen gibt. Hättet Ihr nicht mit einem Narren zu thun, der in Euerschönes Genie verliebt ist, so wäret Ihr nicht so leicht weggekommen.